Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Konflikte im schwulen Imperium. Über die psychoanalytische Homosexualitätstheorie von Judith Le Soldat


Gsell, Monika; Henze, Patrick (2019). Konflikte im schwulen Imperium. Über die psychoanalytische Homosexualitätstheorie von Judith Le Soldat. Jahrbuch Sexualitäten:181-203.

Abstract

Auf ihrer Suche nach dem Grund zur Homosexualität formulierte die Zürcher Psychoanalytikerin Judith Le Soldat (1947-2008) Grundlagen zum Verständnis spezifischer Konflikte im Bereich der Homo- und Heterosexualität. Eine Essenz ihrer Analyse lautet, dass die Homosexualität im Sinne einer sexuellen Orientierung eine »normale, eigengesetzliche und konsequente Entwicklung«1 darstellt. Le Soldat knüpft an Sigmund Freuds Triebtheorie an und eröffnet damit ein radikal neues Verständnis von Sexualität und sexuellen Phantasien. Die Psychoanalytikerin Monika Gsell ist mit dem Nachlass der 2008 verstorbenen Le Soldat betraut und gibt aktuell die Werkausgabe in fünf Bänden im frommann-holzboog Verlag heraus.2 Gsell war an der Einrichtung des Lehrstuhls für Gender Studies an der Universität Zürich beteiligt und ist dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. Als praktizierende Psychoanalytikerin arbeitet sie klinisch u. a. mit den Ansätzen Le Soldats. In ihrer Wohnung mit einem wunderschönen Blick über Zürich berichtete sie von ihrer Zusammenarbeit mit Le Soldat und gab einen Einblick in das umfangreiche theoretische Werk. Patrick Henze und Monika Gsell kennen sich aus gemeinsamer Arbeit; für die Dokumentation dieses Gesprächs, das am 9. Juni 2018 stattfand, ist die Du-Form beibehalten worden.

Abstract

Auf ihrer Suche nach dem Grund zur Homosexualität formulierte die Zürcher Psychoanalytikerin Judith Le Soldat (1947-2008) Grundlagen zum Verständnis spezifischer Konflikte im Bereich der Homo- und Heterosexualität. Eine Essenz ihrer Analyse lautet, dass die Homosexualität im Sinne einer sexuellen Orientierung eine »normale, eigengesetzliche und konsequente Entwicklung«1 darstellt. Le Soldat knüpft an Sigmund Freuds Triebtheorie an und eröffnet damit ein radikal neues Verständnis von Sexualität und sexuellen Phantasien. Die Psychoanalytikerin Monika Gsell ist mit dem Nachlass der 2008 verstorbenen Le Soldat betraut und gibt aktuell die Werkausgabe in fünf Bänden im frommann-holzboog Verlag heraus.2 Gsell war an der Einrichtung des Lehrstuhls für Gender Studies an der Universität Zürich beteiligt und ist dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. Als praktizierende Psychoanalytikerin arbeitet sie klinisch u. a. mit den Ansätzen Le Soldats. In ihrer Wohnung mit einem wunderschönen Blick über Zürich berichtete sie von ihrer Zusammenarbeit mit Le Soldat und gab einen Einblick in das umfangreiche theoretische Werk. Patrick Henze und Monika Gsell kennen sich aus gemeinsamer Arbeit; für die Dokumentation dieses Gesprächs, das am 9. Juni 2018 stattfand, ist die Du-Form beibehalten worden.

Statistics

Downloads

1 download since deposited on 31 Jul 2019
1 download since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Asian and Oriental Studies
Dewey Decimal Classification:180 Ancient, medieval & eastern philosophy
290 Other religions
Language:German
Date:2019
Deposited On:31 Jul 2019 10:26
Last Modified:25 Sep 2019 00:38
Publisher:Wallstein Verlag
OA Status:Closed

Download

Closed Access: Download allowed only for UZH members