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Die Lopades von Spina - Griechische Kochgefässe in Etrurien?


Mistireki, Aleksandra (2019). Die Lopades von Spina - Griechische Kochgefässe in Etrurien? Antike Kunst, 62:35-57.

Abstract

In Spina konnte erstmals der Nachweis der griechischen «batterie de cuisine» in einer etruskischen Siedlung und nördlich des Apennins erbracht werden. Die Leitform der griechischen Kochkeramik schlechthin ist die Lopas. Ein flacher Kochtopf mit weiter Mündung, dessen Rand innen mit einer Deckelleiste versehen ist. Die Gefässform entsteht im 5. Jh. v. Chr. Ab klassischer, v. a. aber hellenistischer Zeit findet die Gefässform eine maximale Verbreitung von der Levante bis nach Marseille. Eine Vielzahl neuer Produktionsorte entsteht, aber auch lokale Imitationen in den für die einheimischen Kochtöpfe üblicherweise verwendeten Tonsorten. Zeitgleich mit der neuen Gefässform lässt sich in den antiken Schriftquellen ein entscheidender Einschnitt in den Essgewohnheiten feststellen. Dies wirft Fragen nach einer möglichen Übernahme griechischer kulinarischer Sitten und einer bedingten Akkulturation auf.
Die Untersuchung der Lopades der Zürcher Grabung konnte durch eine auf technischen Merkmalen beruhenden Typologie neue Einblicke in die Herstellung der Lopades und deren Entwicklung liefern. Naturwissenschaftliche Analysen ergänzen das Bild und geben Hinweise zu den damaligen Essensgewohnheiten. In der etruskischen Stadt Spina fällt zudem die nur partiell erfolgte Übernahme des griechischen Kochsets und eine starke Vermischung indigener und fremder Elemente auf. Anhand des Fundmaterials aus einem Zerstörungshorizont soll dies näher betrachtet werden.

Abstract

In Spina konnte erstmals der Nachweis der griechischen «batterie de cuisine» in einer etruskischen Siedlung und nördlich des Apennins erbracht werden. Die Leitform der griechischen Kochkeramik schlechthin ist die Lopas. Ein flacher Kochtopf mit weiter Mündung, dessen Rand innen mit einer Deckelleiste versehen ist. Die Gefässform entsteht im 5. Jh. v. Chr. Ab klassischer, v. a. aber hellenistischer Zeit findet die Gefässform eine maximale Verbreitung von der Levante bis nach Marseille. Eine Vielzahl neuer Produktionsorte entsteht, aber auch lokale Imitationen in den für die einheimischen Kochtöpfe üblicherweise verwendeten Tonsorten. Zeitgleich mit der neuen Gefässform lässt sich in den antiken Schriftquellen ein entscheidender Einschnitt in den Essgewohnheiten feststellen. Dies wirft Fragen nach einer möglichen Übernahme griechischer kulinarischer Sitten und einer bedingten Akkulturation auf.
Die Untersuchung der Lopades der Zürcher Grabung konnte durch eine auf technischen Merkmalen beruhenden Typologie neue Einblicke in die Herstellung der Lopades und deren Entwicklung liefern. Naturwissenschaftliche Analysen ergänzen das Bild und geben Hinweise zu den damaligen Essensgewohnheiten. In der etruskischen Stadt Spina fällt zudem die nur partiell erfolgte Übernahme des griechischen Kochsets und eine starke Vermischung indigener und fremder Elemente auf. Anhand des Fundmaterials aus einem Zerstörungshorizont soll dies näher betrachtet werden.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Archaeology
Dewey Decimal Classification:900 History
Scopus Subject Areas:Social Sciences & Humanities > Classics
Social Sciences & Humanities > Visual Arts and Performing Arts
Uncontrolled Keywords:Etruria padana - Spina - Griechische Kochgefässe - lokale Kochgefässe - 5.-4. Jh. v. Chr. - Lopas - Akkulturation - Technik und Produktion - Formentwicklung
Language:German
Date:2019
Deposited On:17 Dec 2019 12:06
Last Modified:22 Apr 2020 21:35
Publisher:Vereinigung der Freunde Antiker Kunst
ISSN:0003-5688
OA Status:Green

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