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Qualität von Schweizer Informationsmedien im Zeitverlauf


Vogler, Daniel; Eisenegger, Mark; Schneider, Jörg; Hauser, Lucie; Udris, Linards (2019). Qualität von Schweizer Informationsmedien im Zeitverlauf. In: fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft/UZH, -. Qualität der Medien. Schweiz – Suisse – Svizzera. Jahrbuch 2019. Basel: Schwabe, 85-96.

Abstract

Medien übernehmen eine zentrale Rolle für die Gesellschaft. Sie stellen Öffentlichkeit her, lenken die Aufmerk­samkeit des Publikums und ermöglichen im Idealfall eine kritische Reflexion über wichtige politische, wirtschaft­liche, kulturelle und soziale Probleme. Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit setzt das Schweizer Me­dienwesen jedoch zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend zu analysieren, inwiefern Informationsmedien – gerade in Zeiten des Umbruchs – ihrer publizistischen Verantwortung nachkommen und die Bürger mit ausreichender Berichterstattungsqualität versorgen. Diese Studie zeigt, wie sich die Berichterstat­tungsqualität von insgesamt 64 Schweizer Medien im Zeitraum zwischen 2015 und 2018 verändert hat. Gesamt­haft betrachtet verlieren die untersuchten Angebote trotz anhaltender struktureller Medienkrise nur leicht an Qualität, und nicht alle Qualitätsdimensionen sind gleichermassen betroffen. Professionelle, journalistische Stan­dards wie beispielsweise ein sachlicher Berichterstattungsstil, ein substantieller Anteil an redaktioneller Eigen­leistung sowie das Transparentmachen von Quellen bleiben über die Jahre hinweg auf hohem Niveau. Das ist ein wichtiger Befund, weil eine hohe Professionalität im Informationsjournalismus vertrauensbildend aufseiten des Publikums wirkt. Im Gegenzug verlieren die untersuchten Angebote bei der Relevanz und speziell bei der Vielfalt an Qualität. Auch in den Bereichen Einordnungleistung, Beitragsrelevanz und inhaltliche Vielfalt zeigen sich signifikante Einbussen. Vor allem die erklärende, Hintergründe vermittelnde Politikberichterstattung hat über die Jahre deutlich abgenommen. Zudem gewinnen Softnews an Bedeutung, und innerhalb des Hardnewsbereichs findet eine Verschiebung des Berichterstattungsfokus von gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen hin zu einer stärkeren Fokussierung auf Personen statt.

Abstract

Medien übernehmen eine zentrale Rolle für die Gesellschaft. Sie stellen Öffentlichkeit her, lenken die Aufmerk­samkeit des Publikums und ermöglichen im Idealfall eine kritische Reflexion über wichtige politische, wirtschaft­liche, kulturelle und soziale Probleme. Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit setzt das Schweizer Me­dienwesen jedoch zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend zu analysieren, inwiefern Informationsmedien – gerade in Zeiten des Umbruchs – ihrer publizistischen Verantwortung nachkommen und die Bürger mit ausreichender Berichterstattungsqualität versorgen. Diese Studie zeigt, wie sich die Berichterstat­tungsqualität von insgesamt 64 Schweizer Medien im Zeitraum zwischen 2015 und 2018 verändert hat. Gesamt­haft betrachtet verlieren die untersuchten Angebote trotz anhaltender struktureller Medienkrise nur leicht an Qualität, und nicht alle Qualitätsdimensionen sind gleichermassen betroffen. Professionelle, journalistische Stan­dards wie beispielsweise ein sachlicher Berichterstattungsstil, ein substantieller Anteil an redaktioneller Eigen­leistung sowie das Transparentmachen von Quellen bleiben über die Jahre hinweg auf hohem Niveau. Das ist ein wichtiger Befund, weil eine hohe Professionalität im Informationsjournalismus vertrauensbildend aufseiten des Publikums wirkt. Im Gegenzug verlieren die untersuchten Angebote bei der Relevanz und speziell bei der Vielfalt an Qualität. Auch in den Bereichen Einordnungleistung, Beitragsrelevanz und inhaltliche Vielfalt zeigen sich signifikante Einbussen. Vor allem die erklärende, Hintergründe vermittelnde Politikberichterstattung hat über die Jahre deutlich abgenommen. Zudem gewinnen Softnews an Bedeutung, und innerhalb des Hardnewsbereichs findet eine Verschiebung des Berichterstattungsfokus von gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen hin zu einer stärkeren Fokussierung auf Personen statt.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Communication and Media Research
06 Faculty of Arts > Institute for Research on the Public Sphere and Society
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:14 October 2019
Deposited On:18 Dec 2019 12:18
Last Modified:17 Jan 2020 04:16
Publisher:Schwabe
Number:10
ISBN:978-3-7965-4089-9
Additional Information:Herausgegeben vom fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft/Universität Zürich im Auftrag der Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität, Zürich
OA Status:Green
Official URL:https://www.qualitaet-der-medien.ch/
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/permalink/f/1h21i27/ebi01_prod006190654 (Library Catalogue)

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