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Postpartale Hämorrhagie: effiziente Teamarbeit ist das A und O


Haslinger, Christian (2019). Postpartale Hämorrhagie: effiziente Teamarbeit ist das A und O. Der Gynäkologe, 52(6):434-440.

Abstract

Die postpartale Hämorrhagie (PPH) ist ein geburtshilflicher Notfall, bei dem verschiedene Berufsgruppen als Team funktionieren müssen, um eine erfolgreiche Therapie zu erreichen. Tatsächlich wird ein hoher Anteil der Todesfälle aufgrund einer PPH im Nachhinein als potenziell vermeidbar eingestuft, oft werden Probleme in der Kommunikation und interdisziplinären Zusammenarbeit als ursächlich für katastrophale Verläufe identifiziert. Gerade in der Teamarbeit werden Fähigkeiten gebraucht, die in der individuellen Ausbildung in den jeweiligen Berufsgruppen teils nur unzureichend geschult werden. Diese werden als nichttechnische Fähigkeiten bezeichnet und sollen in interdisziplinären (Simulations‑)Trainings geschult werden; dabei ist wichtig, möglichst alle Mitarbeiter interdisziplinär, regelmäßig und in der eigenen Klinik trainieren zu lassen. Erfahrungen in den Teamtrainings können in die Handlungsanweisungen der jeweiligen Klinik eingearbeitet werden. Diese sollen nicht nur eine fachliche Richtschnur bieten, sondern auch die jeweiligen Rollen der einzelnen Berufsgruppen und den Leader im Team definieren. Der Teamleader zeichnet sich dadurch aus, den Überblick zu bewahren („Helikopterblick“), die Notfallsituation früh und klar zu benennen, vorausschauend zu denken und Handlungen zu delegieren. In der Kommunikation müssen wir darauf achten, schwierige Situationen als solche zu benennen, klare und ruhige Übergaben zu machen, Anweisungen personalisiert zu geben, Verstandenes zu quittieren und durchgeführte Handlungen zu bestätigen. Jede geburtshilflich tätige Klinik sollte regelmäßige Teamtrainings durchführen und Handlungsanweisungen besitzen, die das Vorgehen aller Teammitglieder im Falle einer PPH festlegen.

Abstract

Die postpartale Hämorrhagie (PPH) ist ein geburtshilflicher Notfall, bei dem verschiedene Berufsgruppen als Team funktionieren müssen, um eine erfolgreiche Therapie zu erreichen. Tatsächlich wird ein hoher Anteil der Todesfälle aufgrund einer PPH im Nachhinein als potenziell vermeidbar eingestuft, oft werden Probleme in der Kommunikation und interdisziplinären Zusammenarbeit als ursächlich für katastrophale Verläufe identifiziert. Gerade in der Teamarbeit werden Fähigkeiten gebraucht, die in der individuellen Ausbildung in den jeweiligen Berufsgruppen teils nur unzureichend geschult werden. Diese werden als nichttechnische Fähigkeiten bezeichnet und sollen in interdisziplinären (Simulations‑)Trainings geschult werden; dabei ist wichtig, möglichst alle Mitarbeiter interdisziplinär, regelmäßig und in der eigenen Klinik trainieren zu lassen. Erfahrungen in den Teamtrainings können in die Handlungsanweisungen der jeweiligen Klinik eingearbeitet werden. Diese sollen nicht nur eine fachliche Richtschnur bieten, sondern auch die jeweiligen Rollen der einzelnen Berufsgruppen und den Leader im Team definieren. Der Teamleader zeichnet sich dadurch aus, den Überblick zu bewahren („Helikopterblick“), die Notfallsituation früh und klar zu benennen, vorausschauend zu denken und Handlungen zu delegieren. In der Kommunikation müssen wir darauf achten, schwierige Situationen als solche zu benennen, klare und ruhige Übergaben zu machen, Anweisungen personalisiert zu geben, Verstandenes zu quittieren und durchgeführte Handlungen zu bestätigen. Jede geburtshilflich tätige Klinik sollte regelmäßige Teamtrainings durchführen und Handlungsanweisungen besitzen, die das Vorgehen aller Teammitglieder im Falle einer PPH festlegen.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Obstetrics
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Uncontrolled Keywords:Obstetrics and Gynaecology
Language:German
Date:1 June 2019
Deposited On:10 Jan 2020 13:54
Last Modified:11 Jan 2020 08:35
Publisher:Springer
ISSN:0017-5994
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00129-019-4448-0

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