Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Immer müde – Narkolepsie und Hypersomnie


Hackenberg, Annette (2019). Immer müde – Narkolepsie und Hypersomnie. Kinder- und Jugendmedizin, 19(03):200-205.

Abstract

Zu den zentralen Hypersomnien zählen Narkolepsie Typ 1 (NT1) und Typ 2 (NT2), idiopathische Hypersomnie und Kleine-Levin-Syndrom. Am häufigsten ist die NT1 mit einer Prävalenz von 1/2000. Erste Symptome treten häufig vor dem 15. Geburtstag auf. Leitsymptome sind exzessive Tagesmüdigkeit, Kataplexie (affektiver Tonusverlust), hypnagoge Halluzinationen, Schlafparalyse und fragmentierter Nachtschlaf. Die Kataplexie kann bei Kindern durch eine anhaltende faziale Hypotonie und Zungen-Protrusion gekennzeichnet sein. Der Verlust des Neurotransmitters Hypocretin im Liquor gilt als spezifischer Biomarker. Die differenzialdiagnostische Einordnung der zentralen Hypersomnien gelingt in der Regel anhand der Anamnese und der Befunde von Polysomnografie (PSG) und multiplem Schlaflatenz-Test (MSLT). Frühe Diagnosestellung und Therapie führen zu einer Verbesserung der Lebensqualität und erleichtern die Eingliederung in das Berufsleben. Die Tagesmüdigkeit kann durch regelmäßigen Nachtschlaf und kurze Schlafpausen tagsüber gelindert werden, in der Regel werden zusätzlich Stimulanzien verabreicht. Das bei der NT1 häufig eingesetzte Natriumoxybat ist auch gegen die Kataplexie wirksam.

Abstract

Zu den zentralen Hypersomnien zählen Narkolepsie Typ 1 (NT1) und Typ 2 (NT2), idiopathische Hypersomnie und Kleine-Levin-Syndrom. Am häufigsten ist die NT1 mit einer Prävalenz von 1/2000. Erste Symptome treten häufig vor dem 15. Geburtstag auf. Leitsymptome sind exzessive Tagesmüdigkeit, Kataplexie (affektiver Tonusverlust), hypnagoge Halluzinationen, Schlafparalyse und fragmentierter Nachtschlaf. Die Kataplexie kann bei Kindern durch eine anhaltende faziale Hypotonie und Zungen-Protrusion gekennzeichnet sein. Der Verlust des Neurotransmitters Hypocretin im Liquor gilt als spezifischer Biomarker. Die differenzialdiagnostische Einordnung der zentralen Hypersomnien gelingt in der Regel anhand der Anamnese und der Befunde von Polysomnografie (PSG) und multiplem Schlaflatenz-Test (MSLT). Frühe Diagnosestellung und Therapie führen zu einer Verbesserung der Lebensqualität und erleichtern die Eingliederung in das Berufsleben. Die Tagesmüdigkeit kann durch regelmäßigen Nachtschlaf und kurze Schlafpausen tagsüber gelindert werden, in der Regel werden zusätzlich Stimulanzien verabreicht. Das bei der NT1 häufig eingesetzte Natriumoxybat ist auch gegen die Kataplexie wirksam.

Statistics

Citations

Dimensions.ai Metrics

Altmetrics

Downloads

8 downloads since deposited on 06 Feb 2020
8 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, not_refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:1 June 2019
Deposited On:06 Feb 2020 08:37
Last Modified:06 Feb 2020 10:30
Publisher:Schattauer
ISSN:1617-0288
Additional Information:Dieser Artikel ist nicht genau identisch mit dem Original, das in Kinder- und Jugendmedizin veröffentlicht wurde. Die überarbeitete und veröffentlichte Version von Hackenberg, Annette (2019). Immer müde – Narkolepsie und Hypersomnie. Kinder- und Jugendmedizin, 19(03):200-205. ist online unter https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0879-7784 erhältlich.
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/a-0879-7784

Download

Green Open Access

Download PDF  'Immer müde – Narkolepsie und Hypersomnie'.
Preview
Content: Published Version
Filetype: PDF
Size: 1MB
View at publisher