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Von der religiös-kirchlichen zur laizistisch-öffentlichen Schule: zum Wandel des Verhältnisses zwischen Schule, Staat, Kirche und Religion


Criblez, Lucien (2020). Von der religiös-kirchlichen zur laizistisch-öffentlichen Schule: zum Wandel des Verhältnisses zwischen Schule, Staat, Kirche und Religion. In: Schlag, Thomas; Roggenkamp, Antje; Büttgen, Philippe. Religion und Philosophie in schulischen Kontexten: Rahmenbedingungen, Profile und Pfadabhängigkeiten des Religions- und Philosophieunterrichts in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Griechenland. Leipzig, Germany: Evangelische Verlagsanstalt Leipzig, 79-97.

Abstract

Der vorliegende Beitrag geht davon aus, dass sich das Verhältnis zwischen Schule, Staat, Kirche und Religion seit der Aufklärung inkrementell veränderte, dass aber insgesamt drei sog. »critical junctures« festzustellen sind, in denen es zu wesentlichen schnelleren Veränderungen kam: mit der Einführung der neuen Kantonsverfassungen nach 1830 und der Bundesverfassung von 1848, im Umfeld der Verfassungsrevision 1874 sowie in den 1960er- und 1970er-Jahren. Im Beitrag wird die Zeit der 1870er- und 1880er-Jahre in den Vordergrund gerückt: Mit der Bundesverfassung von 1874 wurde die Glaubens- und Gewissensfreiheit als individuelles Grundrecht garantiert, die konfessionelle Neutralität öffentlicher Schulen eingefordert und der Zwang zur Teilnahme an religiösem Unterricht verboten. Konfessionsloser Religionsunterricht war denn ein Versuch, die christliche Schule zu erhalten, wenn Schule und Unterricht aus Verfassungsgründen nicht mehr konfessionell gebunden sein durften. Auch wenn der schulische Kulturkampf seit den 1880er-Jahren abflaute, waren in Kantonen und Gemeinden Fragen im Verhältnis zwischen Kirche/Religion und Staat/Schule weiterhin zu bearbeiten. Die langfristigen Trends lassen sich aber als Säkularisierung, Laïsierung und Entkirchlichung der Schule beschreiben.

Abstract

Der vorliegende Beitrag geht davon aus, dass sich das Verhältnis zwischen Schule, Staat, Kirche und Religion seit der Aufklärung inkrementell veränderte, dass aber insgesamt drei sog. »critical junctures« festzustellen sind, in denen es zu wesentlichen schnelleren Veränderungen kam: mit der Einführung der neuen Kantonsverfassungen nach 1830 und der Bundesverfassung von 1848, im Umfeld der Verfassungsrevision 1874 sowie in den 1960er- und 1970er-Jahren. Im Beitrag wird die Zeit der 1870er- und 1880er-Jahre in den Vordergrund gerückt: Mit der Bundesverfassung von 1874 wurde die Glaubens- und Gewissensfreiheit als individuelles Grundrecht garantiert, die konfessionelle Neutralität öffentlicher Schulen eingefordert und der Zwang zur Teilnahme an religiösem Unterricht verboten. Konfessionsloser Religionsunterricht war denn ein Versuch, die christliche Schule zu erhalten, wenn Schule und Unterricht aus Verfassungsgründen nicht mehr konfessionell gebunden sein durften. Auch wenn der schulische Kulturkampf seit den 1880er-Jahren abflaute, waren in Kantonen und Gemeinden Fragen im Verhältnis zwischen Kirche/Religion und Staat/Schule weiterhin zu bearbeiten. Die langfristigen Trends lassen sich aber als Säkularisierung, Laïsierung und Entkirchlichung der Schule beschreiben.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:5 February 2020
Deposited On:14 Feb 2020 14:19
Last Modified:07 Apr 2020 07:26
Publisher:Evangelische Verlagsanstalt Leipzig
Series Name:Studien zur religiösen Bildung
Number:19
ISBN:978-3-374-05822-8
OA Status:Closed
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/permalink/f/5u2s2l/ebi01_prod011330832 (Library Catalogue)

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