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Öffentlichkeit: Grundbegriffe der Kommunikations- und Medienethik (Teil 20)


Mahl, Daniela; Jarren, Otfried (2020). Öffentlichkeit: Grundbegriffe der Kommunikations- und Medienethik (Teil 20). Communicatio Socialis, 53(2):223-229.

Abstract

Öffentlichkeit ist eine zentrale demokratische Norm: Sie schafft Transparenz über staatliche wie gerichtliche Maßnahmen. Dadurch findet Kontrolle von Herrschaft in jedweder Form im demokratischen Gemeinwesen statt. Zudem soll Öffentlichkeit gesellschaftliche Teilhabe und Teilnahme ermöglichen. Öffentlichkeit ist zudem ein „Medium der kollektiven Selbstverständigung und Selbstaufklärung“ (Peters 2001, S. 655). Aus öffentlicher Kommunikation soll Öffentliche Meinung resultieren, nach der sich die Gesellschaftsmitglieder richten können (anleitende Funktion). Öffentlichkeit ist aber auch ein gesellschaftliches Erfordernis: Permanent findet eine Debatte über Normen, Regeln, Werte und ethische Grundlagen statt, die für den Einzelnen, für Gruppen wie die Gesellschaft gelten sollen. Diese Debatte muss offen, sichtbar, nachvollziehbar sein. Gemeinsamkeiten wie Unterschiede sollten deutlich werden, damit sich Individuen begründet entscheiden können. Dem öffentlichen Skandal kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Über Verstöße zu diskutieren, ermöglicht kommunikative Sanktionen (Reputationsentzug). Zugleich diskutiert die Gesellschaft über Normen und Regeln und leitet ggf. deren Wandel ein.

Abstract

Öffentlichkeit ist eine zentrale demokratische Norm: Sie schafft Transparenz über staatliche wie gerichtliche Maßnahmen. Dadurch findet Kontrolle von Herrschaft in jedweder Form im demokratischen Gemeinwesen statt. Zudem soll Öffentlichkeit gesellschaftliche Teilhabe und Teilnahme ermöglichen. Öffentlichkeit ist zudem ein „Medium der kollektiven Selbstverständigung und Selbstaufklärung“ (Peters 2001, S. 655). Aus öffentlicher Kommunikation soll Öffentliche Meinung resultieren, nach der sich die Gesellschaftsmitglieder richten können (anleitende Funktion). Öffentlichkeit ist aber auch ein gesellschaftliches Erfordernis: Permanent findet eine Debatte über Normen, Regeln, Werte und ethische Grundlagen statt, die für den Einzelnen, für Gruppen wie die Gesellschaft gelten sollen. Diese Debatte muss offen, sichtbar, nachvollziehbar sein. Gemeinsamkeiten wie Unterschiede sollten deutlich werden, damit sich Individuen begründet entscheiden können. Dem öffentlichen Skandal kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Über Verstöße zu diskutieren, ermöglicht kommunikative Sanktionen (Reputationsentzug). Zugleich diskutiert die Gesellschaft über Normen und Regeln und leitet ggf. deren Wandel ein.

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Item Type:Journal Article, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:17 June 2020
Deposited On:24 Jun 2020 09:02
Last Modified:29 Jul 2020 15:19
Publisher:Nomos
ISSN:0010-3497
OA Status:Closed
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Publisher DOI:https://doi.org/10.5771/0010-3497-2020-2-223

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