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Zur Chancengerechtigkeit in der Schweiz: Diskriminierung und Chancen von Kindern mit Migrationshintergrund im Schweizer Bildungswesen


Djouadi, Audrey. Zur Chancengerechtigkeit in der Schweiz: Diskriminierung und Chancen von Kindern mit Migrationshintergrund im Schweizer Bildungswesen. 2019, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die vorliegende Studie untersucht, was die Bildungschancen von Kindern mit und ohne Mig- rationshintergrund beeinflusst und ob der Prozess der intergenerationalen Transmission von kulturellem Kapital Kinder mit Migrationshintergrund mit vergleichbarem, schulisch verwert- barem Kapital ausstattet wie es bei Kindern ohne Migrationshintergrund der Fall ist. Die For- schung zeigt erstens, dass Kinder mit Migrationshintergrund geringere Bildungschancen haben als autochthone Kinder. Zweitens zeigt die Forschung, dass der Prozess der intergenerationalen Transmission in Familien mit Migrationshintergrund schwächer ausgeprägt ist als in vergleich- baren autochthonen Familien. Drittens wird aus der Sichtung des Forschungsstandes klar, dass die Entstehung von Bildungsungleichheit anhand verschiedener Erklärungsansätze untersucht wird: der Theorie der Reproduktion von kulturellem Kapital nach Bourdieu, der Theorie der primären und sekundären Effekt der sozialen Herkunft nach Boudon und theoretischen Ansät- zen, die die Rolle der Sprache in den Fokus stellen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen wurde ein Modell formuliert, das mit Daten der TREE-Studie überprüft wurde. Anhand einer binären logistischen Regression kann gezeigt werden, dass vor allem der Ansatz nach Bourdieu einen grossen Erklärungsbeitrag leistet. Die binäre logistische Regression hat gezeigt, dass Kinder mit Migrationshintergrund das kulturelle Kapital ihrer Eltern nicht im gleichen Ausmass zu ihrem schulischen Vorteil nutzen können, wie es autochthonen Kindern möglich ist. Die Wahr- scheinlichkeit, nach der obligatorischen Schule eine allgemeinbildende Schule zu besuchen, wird für Kinder mit Migrationshintergrund vor allem durch die väterliche Bildung und die kul- turelle Partizipation der Schulkinder beeinflusst. Für Kinder ohne Migrationshintergrund spielt zusätzlich dazu unter anderem auch die Bildung der Mutter, das im Haushalt vorhandene ob- jektivierte kulturelle Kapital sowie das Haushaltsvermögen und der Erziehungsstil der gezielten Kultivierung eine Rolle.

Abstract

Die vorliegende Studie untersucht, was die Bildungschancen von Kindern mit und ohne Mig- rationshintergrund beeinflusst und ob der Prozess der intergenerationalen Transmission von kulturellem Kapital Kinder mit Migrationshintergrund mit vergleichbarem, schulisch verwert- barem Kapital ausstattet wie es bei Kindern ohne Migrationshintergrund der Fall ist. Die For- schung zeigt erstens, dass Kinder mit Migrationshintergrund geringere Bildungschancen haben als autochthone Kinder. Zweitens zeigt die Forschung, dass der Prozess der intergenerationalen Transmission in Familien mit Migrationshintergrund schwächer ausgeprägt ist als in vergleich- baren autochthonen Familien. Drittens wird aus der Sichtung des Forschungsstandes klar, dass die Entstehung von Bildungsungleichheit anhand verschiedener Erklärungsansätze untersucht wird: der Theorie der Reproduktion von kulturellem Kapital nach Bourdieu, der Theorie der primären und sekundären Effekt der sozialen Herkunft nach Boudon und theoretischen Ansät- zen, die die Rolle der Sprache in den Fokus stellen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen wurde ein Modell formuliert, das mit Daten der TREE-Studie überprüft wurde. Anhand einer binären logistischen Regression kann gezeigt werden, dass vor allem der Ansatz nach Bourdieu einen grossen Erklärungsbeitrag leistet. Die binäre logistische Regression hat gezeigt, dass Kinder mit Migrationshintergrund das kulturelle Kapital ihrer Eltern nicht im gleichen Ausmass zu ihrem schulischen Vorteil nutzen können, wie es autochthonen Kindern möglich ist. Die Wahr- scheinlichkeit, nach der obligatorischen Schule eine allgemeinbildende Schule zu besuchen, wird für Kinder mit Migrationshintergrund vor allem durch die väterliche Bildung und die kul- turelle Partizipation der Schulkinder beeinflusst. Für Kinder ohne Migrationshintergrund spielt zusätzlich dazu unter anderem auch die Bildung der Mutter, das im Haushalt vorhandene ob- jektivierte kulturelle Kapital sowie das Haushaltsvermögen und der Erziehungsstil der gezielten Kultivierung eine Rolle.

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Item Type:Master's Thesis
Referees:Rössel Jörg
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:16 September 2019
Deposited On:27 Oct 2020 16:51
Last Modified:27 Oct 2020 17:12
OA Status:Green

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