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Gefäß(endo)protheseninfektionen: Erfahrungen und Lehren aus 8 Jahren prospektiver Begleitung der VASGRA-Kohorte am Universitätsspital Zürich


Mayer, Dieter O; Hasse, Barbara (2020). Gefäß(endo)protheseninfektionen: Erfahrungen und Lehren aus 8 Jahren prospektiver Begleitung der VASGRA-Kohorte am Universitätsspital Zürich. Gefässchirurgie, 25(8):621-631.

Abstract

Gefäß(endo)protheseninfektionen (GEPI) nach offener Chirurgie oder nach interventioneller Behandlung sind gefürchtete Komplikationen mit weitreichenden Konsequenzen für die betroffenen Patienten. Die Morbiditäts- und Mortalitätsraten des heute immer noch weitgehend gültigen Goldstandards, nämlich die radikale Prothesenentfernung mit in-situ oder extraanatomischer Rekonstruktion, teilweise kombiniert mit plastisch-chirurgischer Deckung, sind generell hoch. 2013 initiierten wir am Universitätsspital Zürich (USZ) deshalb die prospektive Vascular-Graft-(VASGRA)-Kohortenstudie mit dem Ziel, generell vorhandene Unsicherheiten und Unklarheiten bezüglich GEPI zu erforschen und einen allgemeingültigen Managementpfad für GEPI Szilagyi Grad 3 bzw. Samson Grad 3–5 zu entwickeln. Der neue Ansatz bestand darin, extra- und intrakavitäre GEPI mit einem möglichst minimal-invasiven, die Prothese erhaltenden oder teilerhaltenden Konzept unter lokaler NPWT multidisziplinär zu behandeln und zu erforschen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir umfassende Informationen zu 180 prospektiven Patienten mit GEPI in der Datenbank. Die Indexoperationen bei diesen Patienten mit nachgewiesenem GEPI waren Operationen der thorakalen Aorta (55), Operationen der abdominalen Aorta und/oder Iliakalarterien (92) und infrainguinale Gefäßoperationen (33). Die zensurierte 2‑Jahresmortalität der intrakavitären GEPI beträgt 25 %, diejenige der extrakavitären GEPI ist, nicht signifikant, leicht darunter. Die durch einen GEPI direkt bedingte Langzeit-Mortalität in der VASGRA-Kohortenstudie beträgt 8 %. Zur niedrigen Kurz- und Langzeitmortalität beigetragen haben unserer Ansicht nach das von Beginn weg gelebte multidisziplinäre Gesamtkonzept und neu gewonnene Erkenntnisse der Bildgebung und mikrobiologischen Diagnostik.

Abstract

Gefäß(endo)protheseninfektionen (GEPI) nach offener Chirurgie oder nach interventioneller Behandlung sind gefürchtete Komplikationen mit weitreichenden Konsequenzen für die betroffenen Patienten. Die Morbiditäts- und Mortalitätsraten des heute immer noch weitgehend gültigen Goldstandards, nämlich die radikale Prothesenentfernung mit in-situ oder extraanatomischer Rekonstruktion, teilweise kombiniert mit plastisch-chirurgischer Deckung, sind generell hoch. 2013 initiierten wir am Universitätsspital Zürich (USZ) deshalb die prospektive Vascular-Graft-(VASGRA)-Kohortenstudie mit dem Ziel, generell vorhandene Unsicherheiten und Unklarheiten bezüglich GEPI zu erforschen und einen allgemeingültigen Managementpfad für GEPI Szilagyi Grad 3 bzw. Samson Grad 3–5 zu entwickeln. Der neue Ansatz bestand darin, extra- und intrakavitäre GEPI mit einem möglichst minimal-invasiven, die Prothese erhaltenden oder teilerhaltenden Konzept unter lokaler NPWT multidisziplinär zu behandeln und zu erforschen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir umfassende Informationen zu 180 prospektiven Patienten mit GEPI in der Datenbank. Die Indexoperationen bei diesen Patienten mit nachgewiesenem GEPI waren Operationen der thorakalen Aorta (55), Operationen der abdominalen Aorta und/oder Iliakalarterien (92) und infrainguinale Gefäßoperationen (33). Die zensurierte 2‑Jahresmortalität der intrakavitären GEPI beträgt 25 %, diejenige der extrakavitären GEPI ist, nicht signifikant, leicht darunter. Die durch einen GEPI direkt bedingte Langzeit-Mortalität in der VASGRA-Kohortenstudie beträgt 8 %. Zur niedrigen Kurz- und Langzeitmortalität beigetragen haben unserer Ansicht nach das von Beginn weg gelebte multidisziplinäre Gesamtkonzept und neu gewonnene Erkenntnisse der Bildgebung und mikrobiologischen Diagnostik.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Infectious Diseases
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Surgery
Health Sciences > Cardiology and Cardiovascular Medicine
Uncontrolled Keywords:Surgery, Cardiology and Cardiovascular Medicine
Language:German
Date:23 November 2020
Deposited On:15 Jan 2021 10:26
Last Modified:16 Jan 2021 21:01
Publisher:Springer
ISSN:0948-7034
OA Status:Hybrid
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00772-020-00715-3

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