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Prognosemodelle für Beckenbodenschäden im Vergleich von Vaginalgeburt und Sectio


Betschart, Cornelia; Zimmermann, Roland (2020). Prognosemodelle für Beckenbodenschäden im Vergleich von Vaginalgeburt und Sectio. Der Gynäkologe, 53(12):800-805.

Abstract

Mehr als die Hälfte der Primiparae berichten ein Jahr nach der Geburt über Veränderungen am Beckenboden. Symptome sind Harn- oder Stuhlinkontinenz, Missempfindungen, Laxität oder Senkungsgefühl am Beckenboden. Zugrunde liegende Schädigungen können muskulärer Art (M. levator ani oder M. sphincter ani) oder ligamentärer Art sein. Risikofaktoren für Beckenbodentraumata sind höheres mütterliches Alter, eine protrahierte Austreibungsphase, Forzepsgeburt, okzipitoposteriore Einstellung und ein Dammriss III und IV°. Abgesehen vom mütterlichen Alter sind die Risikofaktoren jedoch präpartal nicht bekannt, und diese Lücke wollen Prädiktionsmodelle schließen. Das erste Prädiktionsmodell trägt den Namen UR-CHOICE. Basierend auf epidemiologischen Langzeitdaten aus den Datenbanken ProLong (UK und Neuseeland) und SWEPOP (Schweden) werden für verschiedene Parameter wie dem mütterlichen Alter, dem Body-Mass-Index (BMI), der Anzahl gewünschter Kinder und der Familienanamnese für Inkontinenz Risikogewichte etabliert, welche in der Kombination eine Prozentzahl für Urin‑, Stuhlinkontinenz und Genitaldeszensus liefern. Das zweite Modell, das „Capacity-Demand-Modell“, integriert objektive Daten aus der Bildgebung, nämlich den kindlichen Kopfumfang und den Umfang des M. levator ani, um mit einer Zuverlässigkeit von 0,8 in der Receiver-Operating-Characteristic(ROC)-Kurve ein schweres Levator-ani-Muskeltrauma vorauszusagen.

Abstract

Mehr als die Hälfte der Primiparae berichten ein Jahr nach der Geburt über Veränderungen am Beckenboden. Symptome sind Harn- oder Stuhlinkontinenz, Missempfindungen, Laxität oder Senkungsgefühl am Beckenboden. Zugrunde liegende Schädigungen können muskulärer Art (M. levator ani oder M. sphincter ani) oder ligamentärer Art sein. Risikofaktoren für Beckenbodentraumata sind höheres mütterliches Alter, eine protrahierte Austreibungsphase, Forzepsgeburt, okzipitoposteriore Einstellung und ein Dammriss III und IV°. Abgesehen vom mütterlichen Alter sind die Risikofaktoren jedoch präpartal nicht bekannt, und diese Lücke wollen Prädiktionsmodelle schließen. Das erste Prädiktionsmodell trägt den Namen UR-CHOICE. Basierend auf epidemiologischen Langzeitdaten aus den Datenbanken ProLong (UK und Neuseeland) und SWEPOP (Schweden) werden für verschiedene Parameter wie dem mütterlichen Alter, dem Body-Mass-Index (BMI), der Anzahl gewünschter Kinder und der Familienanamnese für Inkontinenz Risikogewichte etabliert, welche in der Kombination eine Prozentzahl für Urin‑, Stuhlinkontinenz und Genitaldeszensus liefern. Das zweite Modell, das „Capacity-Demand-Modell“, integriert objektive Daten aus der Bildgebung, nämlich den kindlichen Kopfumfang und den Umfang des M. levator ani, um mit einer Zuverlässigkeit von 0,8 in der Receiver-Operating-Characteristic(ROC)-Kurve ein schweres Levator-ani-Muskeltrauma vorauszusagen.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Gynecology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Obstetrics and Gynecology
Uncontrolled Keywords:Obstetrics and Gynaecology
Language:German
Date:1 December 2020
Deposited On:18 Jan 2021 09:52
Last Modified:19 Jan 2021 21:01
Publisher:Springer
ISSN:0017-5994
OA Status:Hybrid
Free access at:Publisher DOI. An embargo period may apply.
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00129-020-04708-x

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