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Posttraumatisches Wachstum im Wandel der Zeit


Bachem, Rahel; Mäder, Sarah (2020). Posttraumatisches Wachstum im Wandel der Zeit. Trauma & Gewalt, 14(4):278-286.

Abstract

Posttraumatisches Wachstum beschreibt positive psychologische Veränderungen, die aus dem Umgang mit hoch belastenden Erlebnissen resultieren. Da Grund zur Annahme besteht, dass sich Posttraumatisches Wachstum über die Zeit hinweg verändert, gibt dieser Beitrag einen Überblick über die internationale Literatur zum posttraumatischen Wachstum aus einer Lebensspannenperspektive. Aus den gesichteten Studien geht hervor, dass posttraumatisches Wachstum im frühen Erwachsenenalter am wahrscheinlichsten ist. Darüber hinaus weisen Langzeitstudien in der Anfangsphase nach dem Trauma auf stabile oder zunehmende Verläufe hin, während Posttraumatisches Wachstum in späteren Jahren zu Stabilität oder Abnahme tendiert. Werden die verschiedenen Domänen posttraumatischen Wachstums einzeln untersucht, wird klar, dass über längere Zeiträume hinweg wenig Stabilität besteht. In ihrer Gesamtheit weisen diese Befunde darauf hin, dass Personen mit gewissen demografischen Merkmalen im Zuge von traumatischen Erfahrungen Unterstützung in der Entwicklung von Posttraumatischem Wachstum benötigen könnten und dass Posttraumatisches Wachstum domänenspezifisch gefördert werden sollte.

The Development of Posttraumatic Growth across Time – Taking a Lifespan Perspective
Posttraumatic growth refers to positive psychological changes which originate from handling highly stressful life events. As there is reason to assume that posttraumatic growth changes over time, this article reviews the international literature on posttraumatic growth from a lifespan perspective. The literature shows that posttraumatic growth is most likely to develop in early adulthood. In addition, longitudinal studies suggest that in the early stages after trauma, posttraumatic growth follows a stable or increasing trajectory while later years are characterized by stability or decline. If domains of posttraumatic growth are investigated individually, it becomes clear that little stability exists across longer periods of time. In summary, these findings suggest that individuals with certain demographic characteristics may need support in the development of posttraumatic growth and that domain-specific fostering of posttraumatic growth may be most effective.

Abstract

Posttraumatisches Wachstum beschreibt positive psychologische Veränderungen, die aus dem Umgang mit hoch belastenden Erlebnissen resultieren. Da Grund zur Annahme besteht, dass sich Posttraumatisches Wachstum über die Zeit hinweg verändert, gibt dieser Beitrag einen Überblick über die internationale Literatur zum posttraumatischen Wachstum aus einer Lebensspannenperspektive. Aus den gesichteten Studien geht hervor, dass posttraumatisches Wachstum im frühen Erwachsenenalter am wahrscheinlichsten ist. Darüber hinaus weisen Langzeitstudien in der Anfangsphase nach dem Trauma auf stabile oder zunehmende Verläufe hin, während Posttraumatisches Wachstum in späteren Jahren zu Stabilität oder Abnahme tendiert. Werden die verschiedenen Domänen posttraumatischen Wachstums einzeln untersucht, wird klar, dass über längere Zeiträume hinweg wenig Stabilität besteht. In ihrer Gesamtheit weisen diese Befunde darauf hin, dass Personen mit gewissen demografischen Merkmalen im Zuge von traumatischen Erfahrungen Unterstützung in der Entwicklung von Posttraumatischem Wachstum benötigen könnten und dass Posttraumatisches Wachstum domänenspezifisch gefördert werden sollte.

The Development of Posttraumatic Growth across Time – Taking a Lifespan Perspective
Posttraumatic growth refers to positive psychological changes which originate from handling highly stressful life events. As there is reason to assume that posttraumatic growth changes over time, this article reviews the international literature on posttraumatic growth from a lifespan perspective. The literature shows that posttraumatic growth is most likely to develop in early adulthood. In addition, longitudinal studies suggest that in the early stages after trauma, posttraumatic growth follows a stable or increasing trajectory while later years are characterized by stability or decline. If domains of posttraumatic growth are investigated individually, it becomes clear that little stability exists across longer periods of time. In summary, these findings suggest that individuals with certain demographic characteristics may need support in the development of posttraumatic growth and that domain-specific fostering of posttraumatic growth may be most effective.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:1 November 2020
Deposited On:20 Jan 2021 12:39
Last Modified:20 Jan 2021 12:39
Publisher:Klett-Cotta
ISSN:1863-7167
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.21706/tg-14-4-278

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