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Von "Advance Care Planning« zur »Gesundheitlichen Versorgungsplanung": Anfänge, Entwicklungen und Adaptionen eines neuen Konzepts


Coors, Michael (2018). Von "Advance Care Planning« zur »Gesundheitlichen Versorgungsplanung": Anfänge, Entwicklungen und Adaptionen eines neuen Konzepts. Zeitschrift für medizinische Ethik, 64(3):195-211.

Abstract

Das Konzept »Advance Care Planning« entsteht im Jahr 1993 im Kontext der Diskussionen über den US-amerikanischen Patient Self-Determination Act von 1990 und wird von dort ausgehend zu einem Rahmenbegriff für die Beforschung der weiteren Entwicklung (1993 auf der Squam Lake Conference). Die Idee, die Situation schwerstkranker und sterbender Patienten durch Unterstützung bei der Kommunikation zu verbessern, wurde durch die Ergebnisse der SUPPORT-Studie zwar zunächst in Frage gestellt, führte aber auch dazu, dass die Voraussetzungen für das Modell der Entscheidungsfindung selbst hinterfragt wurden. Ein Ergebnis dessen war, dass das primär Autonomie-basierte Verständnis von ACP zu einem stärker Sorge-orientierten Ansatz hin weiterentwickelt wurde. Das »Respecting Choices«-Programm in La Crosse war dazu die praktische Umsetzung, deren Erfolg auch empirisch belegt werden konnte und international Nachahmung fand. In Deutschland wurde das Konzept durch das Modellprojekt »beizeiten begleiten« (2008-2011) aufgegriffen. 2015 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Hospiz- und Palliativgesetz und verankerte damit die Möglichkeit einer Refinanzierung von ACP für Pflegeeinrichtungen. Seit Ende 2017 liegt auch die Rahmenvereinbarung zwischen Krankenversicherern und Trägern vor. Einige der Schwierigkeiten, die in der Rahmenvereinbarung für den Implementierungsprozes

Abstract

Das Konzept »Advance Care Planning« entsteht im Jahr 1993 im Kontext der Diskussionen über den US-amerikanischen Patient Self-Determination Act von 1990 und wird von dort ausgehend zu einem Rahmenbegriff für die Beforschung der weiteren Entwicklung (1993 auf der Squam Lake Conference). Die Idee, die Situation schwerstkranker und sterbender Patienten durch Unterstützung bei der Kommunikation zu verbessern, wurde durch die Ergebnisse der SUPPORT-Studie zwar zunächst in Frage gestellt, führte aber auch dazu, dass die Voraussetzungen für das Modell der Entscheidungsfindung selbst hinterfragt wurden. Ein Ergebnis dessen war, dass das primär Autonomie-basierte Verständnis von ACP zu einem stärker Sorge-orientierten Ansatz hin weiterentwickelt wurde. Das »Respecting Choices«-Programm in La Crosse war dazu die praktische Umsetzung, deren Erfolg auch empirisch belegt werden konnte und international Nachahmung fand. In Deutschland wurde das Konzept durch das Modellprojekt »beizeiten begleiten« (2008-2011) aufgegriffen. 2015 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Hospiz- und Palliativgesetz und verankerte damit die Möglichkeit einer Refinanzierung von ACP für Pflegeeinrichtungen. Seit Ende 2017 liegt auch die Rahmenvereinbarung zwischen Krankenversicherern und Trägern vor. Einige der Schwierigkeiten, die in der Rahmenvereinbarung für den Implementierungsprozes

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Item Type:Journal Article, not_refereed, original work
Communities & Collections:01 Faculty of Theology > Center for Ethics
01 Faculty of Theology > Institute of Theology
Dewey Decimal Classification:170 Ethics
Language:German
Date:2018
Deposited On:02 Feb 2021 10:25
Last Modified:02 Feb 2021 10:27
Publisher:Schwabenverlag
ISSN:0944-7652
OA Status:Closed
Official URL:https://www.zfme.de/index.php/text.html?param=3&ausgabeid=79&contentid=932

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