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Fuß und Schuh – Technikethnologische Überlegungen zur Präsentation von materieller Kultur in Museumsausstellungen


Flitsch, Mareile (2005). Fuß und Schuh – Technikethnologische Überlegungen zur Präsentation von materieller Kultur in Museumsausstellungen. Mitteilungen und Berichte aus dem Institut für Museumsforschung, (30):25-41.

Abstract

Der Artikel beschreibt eine paradoxe Situation: Um die gestiegenen Erwartungen eines des Reisens geübten Publikums zu erfüllen, sollen sich anthropologische Museen beim Präsentieren fremder Kulturen modernisieren. Andererseits besitzen die Sammlungen zwar eine enorme Menge an Alltagsobjekten, allerdings fehlt oft das Wissen über die sozio-technologischen Systeme innerhalb derer diese Artefakte ihren Platz hatten und es fehlen häufig die Ressourcen, die Sammlungen wissenschaftlich zu bearbeiten.
Anhand der Kultur des Füßebindens chinesischer Frauen, eine 1.000 Jahre alte Praxis, die Mitte des 20. Jahrhunderts endete, zeigt der Beitrag die neueren Forschungsansätze der Technikanthropologie auf, die mit ihrem interdisziplinären Ansatz Alltagstechnologien, Artefakte und Körpertechniken als Elemente eines soziotechnologischen Systems einer bestimmten Gesellschaft und bestimmten Zeit begreift und somit auch das Interessengebiet von Kuratoren trifft. Mareile Flitsch plädiert deshalb angesichts der Neuorientierung und Modernisierung der Berliner anthropologischen Sammlungen – neben Ausstellungsprojekten und der Digitalisierung der Sammlungen – für eine enge Zusammenarbeit der modernen Museumsanthropologie und der Technikanthropologie.

Abstract

Der Artikel beschreibt eine paradoxe Situation: Um die gestiegenen Erwartungen eines des Reisens geübten Publikums zu erfüllen, sollen sich anthropologische Museen beim Präsentieren fremder Kulturen modernisieren. Andererseits besitzen die Sammlungen zwar eine enorme Menge an Alltagsobjekten, allerdings fehlt oft das Wissen über die sozio-technologischen Systeme innerhalb derer diese Artefakte ihren Platz hatten und es fehlen häufig die Ressourcen, die Sammlungen wissenschaftlich zu bearbeiten.
Anhand der Kultur des Füßebindens chinesischer Frauen, eine 1.000 Jahre alte Praxis, die Mitte des 20. Jahrhunderts endete, zeigt der Beitrag die neueren Forschungsansätze der Technikanthropologie auf, die mit ihrem interdisziplinären Ansatz Alltagstechnologien, Artefakte und Körpertechniken als Elemente eines soziotechnologischen Systems einer bestimmten Gesellschaft und bestimmten Zeit begreift und somit auch das Interessengebiet von Kuratoren trifft. Mareile Flitsch plädiert deshalb angesichts der Neuorientierung und Modernisierung der Berliner anthropologischen Sammlungen – neben Ausstellungsprojekten und der Digitalisierung der Sammlungen – für eine enge Zusammenarbeit der modernen Museumsanthropologie und der Technikanthropologie.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Social Anthropology and Cultural Studies
Dewey Decimal Classification:790 Sports, games & entertainment
390 Customs, etiquette & folklore
300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:2005
Deposited On:11 Mar 2022 11:23
Last Modified:11 Mar 2022 12:06
Publisher:Institut für Museumskunde, Berlin
ISSN:1436-4166
OA Status:Green
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Related URLs:https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/institut-fuer-museumsforschung/forschung/publikationen/mitteilungen-und-berichte-aus-dem-institut-fuer-museumsforschung/ (Organisation)
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  • Language: German
  • Licence: Creative Commons: Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported (CC BY-NC-ND 3.0)