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Expressive Differenz – Der Abstand zwischen Beschreibung und Beschriebenem


Park, Anna (2022). Expressive Differenz – Der Abstand zwischen Beschreibung und Beschriebenem. In: Yacek, Douglas. Bildung und Transformation : zur Diskussion eines erziehungswissenschaftlichen Leitbegriffs. Berlin / Heidelberg: J. B. Metzler Verlag, 65-83.

Abstract

Menschen ist es aufgegeben ihr Leben ausdrücklich zu führen. Die Aneignung der kulturellen symbolischen Artikulationsformen ist dabei notwendige Grundlage für das Zusammenleben sowie für die Gestaltung der individuellen Lebensführung. Neben der anthropologischen Notwendigkeit des «Sich-Ausdrücken-Müssens» kann (mit der Einsicht in die Vielfalt der Artikulationsweisen und Ausdrucksformen) die artikulatorische Arbeit am Ausdruck als eine menschliche Praxis verstanden werden, die den bildungstheoretisch bedeutsamen Aspekt der Selbsttätigkeit bezeichnet. Mit dem Konzept der «Expressiven Differenz» wird die relationale Dimension selbstbestimmter Artikulationspraxen als produktives Spannungsverhältnis zwischen den Möglichkeiten und Grenzen des Ausdrucks beschrieben. Die unumgängliche Selbstzuständigkeit der Menschen, ihr Leben selbst artikulieren zu müssen verlangt und begründet die expressive Selbsttätigkeit und eröffnet damit einen Bereich expressiver Freiheit zur Arbeit am Ausdruck. Während die expressive Differenz den Ausdruck ermöglicht und erfordert kann letztlich kein Ausdruck gefunden werden, der diese Differenz zu schliessen vermag. Vollständige Artikulation ist daher keine anthropologische Möglichkeit. Dennoch können Artikulationspraxen als schöpferische Prozesse selbsttätiger und selbstbestimmter Ausdrucksarbeit verstanden werden. Zu einer zentralen bildungstheoretischen Kategorie wird die Arbeit am Ausdruck, wenn darin ein verbindlicher Umgang mit der expressiven Differenz mit zum Ausdruck kommt.

Abstract

Menschen ist es aufgegeben ihr Leben ausdrücklich zu führen. Die Aneignung der kulturellen symbolischen Artikulationsformen ist dabei notwendige Grundlage für das Zusammenleben sowie für die Gestaltung der individuellen Lebensführung. Neben der anthropologischen Notwendigkeit des «Sich-Ausdrücken-Müssens» kann (mit der Einsicht in die Vielfalt der Artikulationsweisen und Ausdrucksformen) die artikulatorische Arbeit am Ausdruck als eine menschliche Praxis verstanden werden, die den bildungstheoretisch bedeutsamen Aspekt der Selbsttätigkeit bezeichnet. Mit dem Konzept der «Expressiven Differenz» wird die relationale Dimension selbstbestimmter Artikulationspraxen als produktives Spannungsverhältnis zwischen den Möglichkeiten und Grenzen des Ausdrucks beschrieben. Die unumgängliche Selbstzuständigkeit der Menschen, ihr Leben selbst artikulieren zu müssen verlangt und begründet die expressive Selbsttätigkeit und eröffnet damit einen Bereich expressiver Freiheit zur Arbeit am Ausdruck. Während die expressive Differenz den Ausdruck ermöglicht und erfordert kann letztlich kein Ausdruck gefunden werden, der diese Differenz zu schliessen vermag. Vollständige Artikulation ist daher keine anthropologische Möglichkeit. Dennoch können Artikulationspraxen als schöpferische Prozesse selbsttätiger und selbstbestimmter Ausdrucksarbeit verstanden werden. Zu einer zentralen bildungstheoretischen Kategorie wird die Arbeit am Ausdruck, wenn darin ein verbindlicher Umgang mit der expressiven Differenz mit zum Ausdruck kommt.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Uncontrolled Keywords:Selbsttätigkeit, Artikulation, Bildungsprozess, Ausdrucksarbeit, expressive Differenz
Language:German
Date:4 August 2022
Deposited On:24 Nov 2022 08:51
Last Modified:25 Nov 2022 07:10
Publisher:J. B. Metzler Verlag
Series Name:Kindheit - Bildung - Erziehung. Philosophische Perspektiven
ISSN:2662-5059
ISBN:9783662648292
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-662-64829-2_5