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Nichtkooperative Spieltheorie


Nax, Heinrich H; Pradelski, Bary S R (2020). Nichtkooperative Spieltheorie. In: Tutić, Andreas. Rational Choice. Berlin: De Gruyter, 112-128.

Abstract

Die Spieltheorie ist eine mathematische Sprache zur Formalisierung von interaktiven Entscheidungssituationen. Im Unterschied zur (herkömmlichen) Entscheidungstheorie, die Situationen beschreibt, in denen ein einzelnes Individuum
sich zwischen verschiedenen Lotterien entscheidet, gibt es in der Spieltheorie in der Regel Interaktionen zwischen den Entscheidungen mehrerer Entscheidungsträger, so dass der Nutzen des Einzelnen (im Sinne des individuellen
„von Neumann-Morgenstern-Nutzens“ – vgl. Kapitel II.1 zur Entscheidungstheorie) nicht nur von den Lotterien und den eigenen Entscheidungen, sondern auch von den Entscheidungen der anderen Entscheidungsträger abhängt. Der spieltheoretische Ansatz hat revolutionären Einfluss auf die Entwicklung der Biologie und Sozialwissenschaften genommen, insbesondere in der Wirtschaftsforschung, was dadurch belegt ist, dass bis heute 13 Spieltheoretiker den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen haben, unter ihnen auch der in Deutschland geborene Robert Aumann und der bisher einzige deutsche Preisträger Reinhard Selten.

Abstract

Die Spieltheorie ist eine mathematische Sprache zur Formalisierung von interaktiven Entscheidungssituationen. Im Unterschied zur (herkömmlichen) Entscheidungstheorie, die Situationen beschreibt, in denen ein einzelnes Individuum
sich zwischen verschiedenen Lotterien entscheidet, gibt es in der Spieltheorie in der Regel Interaktionen zwischen den Entscheidungen mehrerer Entscheidungsträger, so dass der Nutzen des Einzelnen (im Sinne des individuellen
„von Neumann-Morgenstern-Nutzens“ – vgl. Kapitel II.1 zur Entscheidungstheorie) nicht nur von den Lotterien und den eigenen Entscheidungen, sondern auch von den Entscheidungen der anderen Entscheidungsträger abhängt. Der spieltheoretische Ansatz hat revolutionären Einfluss auf die Entwicklung der Biologie und Sozialwissenschaften genommen, insbesondere in der Wirtschaftsforschung, was dadurch belegt ist, dass bis heute 13 Spieltheoretiker den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen haben, unter ihnen auch der in Deutschland geborene Robert Aumann und der bisher einzige deutsche Preisträger Reinhard Selten.

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Item Type:Book Section, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:12 October 2020
Deposited On:20 Jan 2023 10:36
Last Modified:20 Jan 2023 10:37
Publisher:De Gruyter
Series Name:Sozialwissenschaftliche Einführungen
Number:1
ISSN:2570-0529
ISBN:978-3-11-067360-9
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1515/9783110673616-005
  • Content: Published Version
  • Language: German