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Neuroendokrines Karzinom der Gallenblase als seltene Ursache für Meläna und Hämatemesis beim Hund


Krämer, Anna Lena; Seehusen, Frauke; Nolff, Mirja Christine (2023). Neuroendokrines Karzinom der Gallenblase als seltene Ursache für Meläna und Hämatemesis beim Hund. Tierärztliche Praxis. Ausgabe K, Kleintiere/Heimtiere, 51(03):194-200.

Abstract

Ein 9-jähriger männlicher Malinois wurde zur weiteren Evaluation akuter Meläna und Hämatemesis sowie seit einem Monat anhaltenden Gewichtsverlusts vorgestellt. Klinisch präsentierte sich der Patient von geringgradig reduziertem Allgemeinbefinden. Die Blutuntersuchung ergab eine geringgradige nicht-regenerative Anämie sowie eine geringgradige Alaninaminotransferase (ALT)-Erhöhung. Ultrasonographisch bestand der Verdacht auf eine frühe Mukozele. Die medikamentöse Therapie mit Gastroprotektiva führte nicht zur klinischen Besserung und der Hund entwickelte eine progressive Anämie. Die Gastroduodenoskopie verlief ohne besonderen Befund. Aufgrund anhaltender Symptomatik wurde eine explorative Laparotomie durchgeführt. Dabei wurde eine ulzerierte blutende Masse am Gallenblasenhals detektiert. Die histopathologische Untersuchung ergab ein neuroendokrines Karzinom. Hinweise auf eine Mukozele fanden sich histopathologisch nicht. Meläna und Hämatemesis waren postoperativ nicht mehr nachweisbar und 13 Monate nach Cholezystektomie war der Hund weiterhin klinisch symptomfrei. Neuroendokrine Karzinome der Gallenblase sollten als seltene Ursachen für Meläna und Hämatemesis beim Hund betrachtet werden.

Abstract

Ein 9-jähriger männlicher Malinois wurde zur weiteren Evaluation akuter Meläna und Hämatemesis sowie seit einem Monat anhaltenden Gewichtsverlusts vorgestellt. Klinisch präsentierte sich der Patient von geringgradig reduziertem Allgemeinbefinden. Die Blutuntersuchung ergab eine geringgradige nicht-regenerative Anämie sowie eine geringgradige Alaninaminotransferase (ALT)-Erhöhung. Ultrasonographisch bestand der Verdacht auf eine frühe Mukozele. Die medikamentöse Therapie mit Gastroprotektiva führte nicht zur klinischen Besserung und der Hund entwickelte eine progressive Anämie. Die Gastroduodenoskopie verlief ohne besonderen Befund. Aufgrund anhaltender Symptomatik wurde eine explorative Laparotomie durchgeführt. Dabei wurde eine ulzerierte blutende Masse am Gallenblasenhals detektiert. Die histopathologische Untersuchung ergab ein neuroendokrines Karzinom. Hinweise auf eine Mukozele fanden sich histopathologisch nicht. Meläna und Hämatemesis waren postoperativ nicht mehr nachweisbar und 13 Monate nach Cholezystektomie war der Hund weiterhin klinisch symptomfrei. Neuroendokrine Karzinome der Gallenblase sollten als seltene Ursachen für Meläna und Hämatemesis beim Hund betrachtet werden.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Veterinärwissenschaftliches Institut > Institute of Veterinary Pathology
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Small Animals
Uncontrolled Keywords:Small Animals
Language:German
Date:11 August 2023
Deposited On:22 Nov 2023 11:32
Last Modified:29 Jun 2024 01:39
Publisher:Georg Thieme Verlag
ISSN:1434-1239
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1055/a-2110-0142
PubMed ID:37567183