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"Aus reiner und wahrer Liebe zur Kunst ohne äussere Mittel" : bürgerliche Musikvereine in deutschsprachigen Städten des frühen 19. Jahrhunderts


Heine, Claudia. "Aus reiner und wahrer Liebe zur Kunst ohne äussere Mittel" : bürgerliche Musikvereine in deutschsprachigen Städten des frühen 19. Jahrhunderts. 2009, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Deutsch (English version below)

Gegenstand der Studie sind die im deutschsprachigen Raum (ehemals Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) von Bildungsbürgern zwischen 1800 und 1830 gegründeten Orchestervereine, seinerzeit Musikvereine oder Musikgesellschaften genannt. Explizit ausgeschlossen sind reine Chorvereinigungen, Blasmusik und Musikfeste organisierende Vereinigungen. Diese Orchester, die zu grossen Teilen aus bürgerlichen Dilettanten bestanden, veranstalteten regelmässige Abonnementskonzerte und waren somit die vielleicht wichtigste Säule des entstehenden städtischen Konzertlebens. Nach der Klärung der essentiellen Begriffe „Bürgertum“, „bürgerliche Bildungsidee“ und „Dilettantismus“ (der Musikverein ist mit diesen Begriffen untrennbar verknüpft) und einer ersten Definition des Begriffs „Musikverein“ folgt die Untersuchung des Musikvereins selbst: der organisatorische Aufbau, seine Zielsetzungen, die Finanzen und die soziale Zusammensetzung. Das Orchester wird in seiner Zusammensetzung ebenso beleuchtet wie in seiner Grösse. Die Programmgestaltung ist ebenso Teil der Aufarbeitung des Gegenstandes. Im letzten Teil der Arbeit wird der Grad der Öffentlichkeit beleuchtet. Auch die Auslöser und Voraussetzungen für die Welle der Musikvereinsgründungen nach 1800 sind Teil der Untersuchung. Die Studie ist breit angelegt und berücksichtigt insgesamt 24 Musikvereine aus Berlin, Bern, Braunschweig, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Eisenach, Erfurt, Frankfurt a. M., Graz, Hamburg, Leipzig, Ljubljana, Mannheim, München, Münster, Wien und Zürich. Als Materialien liegen der Untersuchung die Auswertung von bisher vollkommen unbekannten, dennoch reichhaltigen Primärquellen (Statuten, Konzertprogramme, Mitgliederlisten, Rechnungsabschlüsse, Korrespondenz), Festschriften der untersuchten Musikgesellschaften und neuere Literatur zugrunde, deren Bedeutung und Inhalt zu Beginn dem Leser vorgestellt werden. English

Subject of the study are music societies or rather societies which include an orchestra, founded by „Bildungsbürger“ (educated citizenry or bourgeoisie) in german-speaking countries, as to say, the area of the former Holy Roman Empire between 1800 and 1830. These associations were usually called „Musikverein“ or „Musikgesellschaft“. The study does explicitly exclude sheer choir associations, wind music, and associations that organised national „Musikfeste“. The music societies included merely „Dilettanten“ (amateurs) and organised regularly „Abonnementskonzerte“ (subscription concerts). Thus, they were probably the pillar of the emerging public civic concert life. After having clarified the essential terms „Bürgertum“ (bourgeoisie), „bürgerliche Bildungsidee“ (the idea of education in the rising middle class), and „Dilettantismus“ (amateurism in historical sense) the study goes on to analyse the music society itself: its organisational structure, aim(s), finances, and its social composition. The orchestra is examined in its composition as well as in its size. The programming is naturally also a part of exploration. In the study’s last section the degree of publicity is dicussed as well as are the catalysts and preconditions for the wave of creations of music societies after 1800. It is a large-scale study and takes 24 music societies into account that have been founded in Berlin, Berne, Braunschweig, Bremen, Dortmund, Dusseldorf, Eisenach, Erfurt, Frankfurt on Main, Graz, Hamburg, Leipzig, Ljubljana, Mannheim, Munich, Munster (Westphalia), Vienna und Zurich. Hitherto unknown but nevertheless rich historical primary sources as statuts, concert programmes, lists of members, balance sheets, correspondence, the societies’ Festschriften, and in addition new scientific literature form the basis of the analyses. Their importance and contents are explained to the reader at the beginning of the book.

Abstract

Deutsch (English version below)

Gegenstand der Studie sind die im deutschsprachigen Raum (ehemals Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation) von Bildungsbürgern zwischen 1800 und 1830 gegründeten Orchestervereine, seinerzeit Musikvereine oder Musikgesellschaften genannt. Explizit ausgeschlossen sind reine Chorvereinigungen, Blasmusik und Musikfeste organisierende Vereinigungen. Diese Orchester, die zu grossen Teilen aus bürgerlichen Dilettanten bestanden, veranstalteten regelmässige Abonnementskonzerte und waren somit die vielleicht wichtigste Säule des entstehenden städtischen Konzertlebens. Nach der Klärung der essentiellen Begriffe „Bürgertum“, „bürgerliche Bildungsidee“ und „Dilettantismus“ (der Musikverein ist mit diesen Begriffen untrennbar verknüpft) und einer ersten Definition des Begriffs „Musikverein“ folgt die Untersuchung des Musikvereins selbst: der organisatorische Aufbau, seine Zielsetzungen, die Finanzen und die soziale Zusammensetzung. Das Orchester wird in seiner Zusammensetzung ebenso beleuchtet wie in seiner Grösse. Die Programmgestaltung ist ebenso Teil der Aufarbeitung des Gegenstandes. Im letzten Teil der Arbeit wird der Grad der Öffentlichkeit beleuchtet. Auch die Auslöser und Voraussetzungen für die Welle der Musikvereinsgründungen nach 1800 sind Teil der Untersuchung. Die Studie ist breit angelegt und berücksichtigt insgesamt 24 Musikvereine aus Berlin, Bern, Braunschweig, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Eisenach, Erfurt, Frankfurt a. M., Graz, Hamburg, Leipzig, Ljubljana, Mannheim, München, Münster, Wien und Zürich. Als Materialien liegen der Untersuchung die Auswertung von bisher vollkommen unbekannten, dennoch reichhaltigen Primärquellen (Statuten, Konzertprogramme, Mitgliederlisten, Rechnungsabschlüsse, Korrespondenz), Festschriften der untersuchten Musikgesellschaften und neuere Literatur zugrunde, deren Bedeutung und Inhalt zu Beginn dem Leser vorgestellt werden. English

Subject of the study are music societies or rather societies which include an orchestra, founded by „Bildungsbürger“ (educated citizenry or bourgeoisie) in german-speaking countries, as to say, the area of the former Holy Roman Empire between 1800 and 1830. These associations were usually called „Musikverein“ or „Musikgesellschaft“. The study does explicitly exclude sheer choir associations, wind music, and associations that organised national „Musikfeste“. The music societies included merely „Dilettanten“ (amateurs) and organised regularly „Abonnementskonzerte“ (subscription concerts). Thus, they were probably the pillar of the emerging public civic concert life. After having clarified the essential terms „Bürgertum“ (bourgeoisie), „bürgerliche Bildungsidee“ (the idea of education in the rising middle class), and „Dilettantismus“ (amateurism in historical sense) the study goes on to analyse the music society itself: its organisational structure, aim(s), finances, and its social composition. The orchestra is examined in its composition as well as in its size. The programming is naturally also a part of exploration. In the study’s last section the degree of publicity is dicussed as well as are the catalysts and preconditions for the wave of creations of music societies after 1800. It is a large-scale study and takes 24 music societies into account that have been founded in Berlin, Berne, Braunschweig, Bremen, Dortmund, Dusseldorf, Eisenach, Erfurt, Frankfurt on Main, Graz, Hamburg, Leipzig, Ljubljana, Mannheim, Munich, Munster (Westphalia), Vienna und Zurich. Hitherto unknown but nevertheless rich historical primary sources as statuts, concert programmes, lists of members, balance sheets, correspondence, the societies’ Festschriften, and in addition new scientific literature form the basis of the analyses. Their importance and contents are explained to the reader at the beginning of the book.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Lütteken Laurenz, Hinrichsen Hans-Joachim
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:780 Music
Uncontrolled Keywords:Geschichte 1800-1850, Stadt, Deutsches Sprachgebiet
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2009
Deposited On:15 Mar 2010 09:57
Last Modified:24 Sep 2019 16:47
Number of Pages:247
OA Status:Green
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://opac.nebis.ch/exlibris/aleph/u18_1/apache_media/94HUPF6RCRHYFH9VUCR214F4TUMAGB.pdf
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005885369&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
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