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La rinascita del genere tragico nel Medioevo : l'Ecerinis di Albertino Mussato


Locati, Silvia. La rinascita del genere tragico nel Medioevo : l'Ecerinis di Albertino Mussato. 2006, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Tragödie Ecerinis wird als ein literarisches Phänomen angesehen, als ein Unikum im literarischen Universum der Anfänge des Humanismus; nach der Krönung von Statius war Ecerinis das erste literarische Werk, dessen Verfasser zu Beginn des 14. Jahrhunderts mit der poetischen Krönung ausgezeichnet wurde. Die wahre Vorgeschichte der Ecerinis ist die Octavia von Seneca. Nur wenn wir uns auf diese Praetexta beziehen, sind wir in der Lage, die Kontinuität der tragischen Gattung zu erfassen, die auch Ecerinis darstellen kann. Nach Ergebnissen und Zeugnissen langer und tiefgründiger Studien über die Klassiker von Mussato und Cenacolo Padovano zeigt sich die Ecerinis als innovatives Werk, welches, klassische Elemente und aktuelle Themen verbindend, die Gattung der klassischen Tragödie nach der Gesinnung des modernen Menschen der Komune neu geformt und neu interpretiert hat. Aus der Textanalyse der Ecerinis wurden die verschiedenen klassischen Komponenten, die im tragischen Werk von Mussato enthalten sind, hervorgehoben, und es wurden eine Reihe von Angaben herausgearbeitet, die es uns ermöglichen zu klären, welche literarischen und sozialen Umstände die Wiederaufnahme des tragischen Genres unterstützten. Die Octavia bot sich Mussato als ideales Modell an. Die Figur von Nero, des unmenschlichen Tyrannen, erscheint in seiner ganzen Grausamkeit in Ezzelino wieder. Die komparative Analyse dieser beiden tragischen Werke unterstreicht den literarischen Anspruch, diese Gattung wieder aufzunehmen und den Willen des Autors, eine literarische Form zu suchen, die sich als Vehikel dazu eignet, eine politische Botschaft gegen die Tyrannei auszudrücken. Die öffentliche Lesung der Tragödie nahm mit Sicherheit die Bedeutung antiscaligerischer politischer Propaganda ein. Die Krönung jenes Mannes, der mit seinem Wort und mit seinen Handlungen seine ganze Existenz der Verteidigung der padovanischen Freiheit widmete, wurde das wortgewandteste Signal des bürgerlichen Willens.

The tragedy Ecerinis is considered a literary phenomenon, a "unicum" of the literature of early Humanism, for which its author, Albertino Mussato, was crowned at the beginning of the 14th century, long after Statius. Ecerinis reveals the in-depth studies of the classical world by Mussato and the Cenacolo Padovano. The author rewrites a classical tragedy; yet, he innovates it by combining classical elements with coeval themes that are relevant to the "uomo Comune". Whilst showing the different classical elements of Ecerinis, the present study also aims to highlighten the literary and social circumstances bound to encourage the revival of the tragedy as a literary genre. Seneca's Octavia lies behind Mussato's play. The main character - the cruel Ezzelino - exhibits all the traits that characterize Nero, Rome's terrible tyrant. The comparative analysis of the two texts clearly unfolds the continuity in the development of the tragedy, which turns into the most profitable genre to spread Mussato's political ideals against the tyranny of the Scaligeri. The public readings of the Ecerinis were interpreted as a cry for freedom and the official crowning of its author, who was dedicating his life to the defence of Padua's freedom, became the persuasive sign of the citizen's will.

Abstract

Die Tragödie Ecerinis wird als ein literarisches Phänomen angesehen, als ein Unikum im literarischen Universum der Anfänge des Humanismus; nach der Krönung von Statius war Ecerinis das erste literarische Werk, dessen Verfasser zu Beginn des 14. Jahrhunderts mit der poetischen Krönung ausgezeichnet wurde. Die wahre Vorgeschichte der Ecerinis ist die Octavia von Seneca. Nur wenn wir uns auf diese Praetexta beziehen, sind wir in der Lage, die Kontinuität der tragischen Gattung zu erfassen, die auch Ecerinis darstellen kann. Nach Ergebnissen und Zeugnissen langer und tiefgründiger Studien über die Klassiker von Mussato und Cenacolo Padovano zeigt sich die Ecerinis als innovatives Werk, welches, klassische Elemente und aktuelle Themen verbindend, die Gattung der klassischen Tragödie nach der Gesinnung des modernen Menschen der Komune neu geformt und neu interpretiert hat. Aus der Textanalyse der Ecerinis wurden die verschiedenen klassischen Komponenten, die im tragischen Werk von Mussato enthalten sind, hervorgehoben, und es wurden eine Reihe von Angaben herausgearbeitet, die es uns ermöglichen zu klären, welche literarischen und sozialen Umstände die Wiederaufnahme des tragischen Genres unterstützten. Die Octavia bot sich Mussato als ideales Modell an. Die Figur von Nero, des unmenschlichen Tyrannen, erscheint in seiner ganzen Grausamkeit in Ezzelino wieder. Die komparative Analyse dieser beiden tragischen Werke unterstreicht den literarischen Anspruch, diese Gattung wieder aufzunehmen und den Willen des Autors, eine literarische Form zu suchen, die sich als Vehikel dazu eignet, eine politische Botschaft gegen die Tyrannei auszudrücken. Die öffentliche Lesung der Tragödie nahm mit Sicherheit die Bedeutung antiscaligerischer politischer Propaganda ein. Die Krönung jenes Mannes, der mit seinem Wort und mit seinen Handlungen seine ganze Existenz der Verteidigung der padovanischen Freiheit widmete, wurde das wortgewandteste Signal des bürgerlichen Willens.

The tragedy Ecerinis is considered a literary phenomenon, a "unicum" of the literature of early Humanism, for which its author, Albertino Mussato, was crowned at the beginning of the 14th century, long after Statius. Ecerinis reveals the in-depth studies of the classical world by Mussato and the Cenacolo Padovano. The author rewrites a classical tragedy; yet, he innovates it by combining classical elements with coeval themes that are relevant to the "uomo Comune". Whilst showing the different classical elements of Ecerinis, the present study also aims to highlighten the literary and social circumstances bound to encourage the revival of the tragedy as a literary genre. Seneca's Octavia lies behind Mussato's play. The main character - the cruel Ezzelino - exhibits all the traits that characterize Nero, Rome's terrible tyrant. The comparative analysis of the two texts clearly unfolds the continuity in the development of the tragedy, which turns into the most profitable genre to spread Mussato's political ideals against the tyranny of the Scaligeri. The public readings of the Ecerinis were interpreted as a cry for freedom and the official crowning of its author, who was dedicating his life to the defence of Padua's freedom, became the persuasive sign of the citizen's will.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Picone Michelangelo
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Romance Studies
UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:410 Linguistics
440 French & related languages
450 Italian, Romanian & related languages
460 Spanish & Portuguese languages
470 Latin & Italic languages
870 Latin & Italic literatures
Uncontrolled Keywords:Albertinus Mussatus, 1261-1329, Latein, Tragödie, Albertino Mussato, 1261-1329, Ecerinis, Lucius Annaeus Seneca, Approximately 4 B.c.-65 A.d., Latin Drama, Medieval And Modern, Roman Influences, Latin Drama (Tragedy), Political Aspects, Italy, Padua
Language:Italian
Place of Publication:Firenze
Date:2006
Deposited On:06 May 2010 22:29
Last Modified:24 Sep 2019 16:51
Publisher:Cesati Editore
Series Name:Strumenti di letteratura italiana
Number of Pages:204
ISBN:978-88-7667-216-3
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005227261&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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