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The contributions of process versus outcome focus and age to self-regulation during goal pursuit


Hennecke, Marie. The contributions of process versus outcome focus and age to self-regulation during goal pursuit. 2011, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

The work summarized in this thesis applies the “motivation-as-cognition”-paradigm (Kruglanski et al., 2002) as well as a life-span developmental perspective (e.g., Goulet & Baltes, 1970) to the study of self-regulation during the pursuit of personal goals and reactions to failure. This work examines how goal focus (i.e. the cognitive representation of means vs. desired outcomes of goal pursuit) and age are associated with affective, cognitive and behavioral self-regulation during goal pursuit and especially after experiencing failure. Adopting a multi-method approach, the following questions were investigated: Is a focus on the means of goal pursuit (process focus) generally more adaptive for goal-directed self-regulation and subjective well-being than a focus on the outcomes (outcome focus; Part I)? Are the two-goal foci related to different reactions to failure (Part II)? How and why might goal focus change across the lifespan (Part III)? Are older adults more process-focused than younger adults who, in turn, are more outcome-focused (Part IV)? Finally, are older adults better at self-regulating their behavior, affect and cognition during goal pursuit than younger adults, especially after experiencing failure (Part V)? Studies have supported the hypotheses that a process focus is more adaptive for affective, cognitive and behavioral self-regulation than an outcome focus. Adults also seemed to profit from a process focus when encountering failure (and success). In contrast to younger adults, older adults focused more strongly on the process of goal pursuit than on its outcomes. A process focus appeared to be more adaptive than an outcome focus irrespective of age. Older adults were more successful in self-regulating their behavior, affect, and thought during goal pursuit than younger adults, especially after failure. Finally, an overall discussion will address shortcomings of the present studies and theoretical implications for discrepancy theories of motivation and the study of self-regulation over the life span. Suggestions for future research directions will be proposed and possible practical implications shall be explored.


Vor dem Hintergrund des „Motivation-als-Kognition”-Paradigmas (Kruglanski et al., 2002) sowie der Perspektive der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne (z.B. Goulet & Baltes, 1970), beschäftigt sich die Dissertation damit, wie der Zielfokus einer Person, also die kognitive Repräsentation von Mitteln versus angestrebten Ergebnissen der Zielverfolgung, sowie ihr Alter mit der affektiven, kognitiven, sowie behavioralen Selbstregulation während der Zielverfolgung und insbesondere nach dem Erleben von Misserfolg zusammenhängen. Mithilfe eines multimethodalen empirischen Ansatzes wurden dabei die folgenden Fragestellungen untersucht: Ist ein kognitiver Fokus auf die Mittel der Zielverfolgung (Prozessfokus) im Allgemeinen adaptiver für die Selbstregulation und das subjektive Wohlbefinden als ein kognitiver Fokus auf die angestrebten Ergebnisse der Zielverfolgung (Ergebnisfokus; Teil I)? Hängen die beiden Zielfoki mit unterschiedliche Reaktionen auf Misserfolg zusammen (Teil II)? Verändert sich der Zielfokus über die Lebensspanne und wenn ja, wie und warum (Teil III)? Fokussieren ältere Erwachsene stärker auf den Prozess als jüngere Erwachsene, die dafür starker auf die angestrebten Ergebnisse fokussieren (Teil IV)? Regulieren ältere Erwachsene erfolgreicher ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Gedanken im Dienste der Zielverfolgung als jüngere Erwachsene, insbesondere nachdem sie einen Misserfolg erlebt haben (Part V)? Erwartungskonform zeigen die Studien im Rahmen der Dissertation, dass ein Prozessfokus, nicht jedoch ein Ergebnisfokus, positiv mit der affektiven, kognitiven und behavioralen Selbstregulation während der Zielverfolgung zusammenhängt. Auch im Umgang mit Misserfolgen scheinen Erwachsene von einem stärkeren Prozessfokus zu profitieren. Verglichen mit jüngeren Erwachsenen, fokussieren ältere stärker auf den Prozess der Zielverfolgung als auf die angestrebten Ergebnisse. Die Adaptivität des Prozessfokus zeigte sich jedoch unabhängig vom Alter. Insgesamt erwiesen sich ältere Erwachsene als erfolgreicher darin, ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Gedanken während der Zielverfolgung und nach dem Erleben von Misserfolgen selbst zu regulieren. Schliesslich werden vorhandene Mängel der vorgestellten Studien und mögliche Implikationen der Arbeit für Motivationstheorien sowie das wissenschaftliche Studium der Selbstregulation im Verlauf des Erwachsenenalters diskutiert, ein Ausblick auf mögliche Folgestudien gegeben und Anwendungsmöglichkeiten der gefundenen Ergebnisse aufgezeigt.

Abstract

The work summarized in this thesis applies the “motivation-as-cognition”-paradigm (Kruglanski et al., 2002) as well as a life-span developmental perspective (e.g., Goulet & Baltes, 1970) to the study of self-regulation during the pursuit of personal goals and reactions to failure. This work examines how goal focus (i.e. the cognitive representation of means vs. desired outcomes of goal pursuit) and age are associated with affective, cognitive and behavioral self-regulation during goal pursuit and especially after experiencing failure. Adopting a multi-method approach, the following questions were investigated: Is a focus on the means of goal pursuit (process focus) generally more adaptive for goal-directed self-regulation and subjective well-being than a focus on the outcomes (outcome focus; Part I)? Are the two-goal foci related to different reactions to failure (Part II)? How and why might goal focus change across the lifespan (Part III)? Are older adults more process-focused than younger adults who, in turn, are more outcome-focused (Part IV)? Finally, are older adults better at self-regulating their behavior, affect and cognition during goal pursuit than younger adults, especially after experiencing failure (Part V)? Studies have supported the hypotheses that a process focus is more adaptive for affective, cognitive and behavioral self-regulation than an outcome focus. Adults also seemed to profit from a process focus when encountering failure (and success). In contrast to younger adults, older adults focused more strongly on the process of goal pursuit than on its outcomes. A process focus appeared to be more adaptive than an outcome focus irrespective of age. Older adults were more successful in self-regulating their behavior, affect, and thought during goal pursuit than younger adults, especially after failure. Finally, an overall discussion will address shortcomings of the present studies and theoretical implications for discrepancy theories of motivation and the study of self-regulation over the life span. Suggestions for future research directions will be proposed and possible practical implications shall be explored.


Vor dem Hintergrund des „Motivation-als-Kognition”-Paradigmas (Kruglanski et al., 2002) sowie der Perspektive der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne (z.B. Goulet & Baltes, 1970), beschäftigt sich die Dissertation damit, wie der Zielfokus einer Person, also die kognitive Repräsentation von Mitteln versus angestrebten Ergebnissen der Zielverfolgung, sowie ihr Alter mit der affektiven, kognitiven, sowie behavioralen Selbstregulation während der Zielverfolgung und insbesondere nach dem Erleben von Misserfolg zusammenhängen. Mithilfe eines multimethodalen empirischen Ansatzes wurden dabei die folgenden Fragestellungen untersucht: Ist ein kognitiver Fokus auf die Mittel der Zielverfolgung (Prozessfokus) im Allgemeinen adaptiver für die Selbstregulation und das subjektive Wohlbefinden als ein kognitiver Fokus auf die angestrebten Ergebnisse der Zielverfolgung (Ergebnisfokus; Teil I)? Hängen die beiden Zielfoki mit unterschiedliche Reaktionen auf Misserfolg zusammen (Teil II)? Verändert sich der Zielfokus über die Lebensspanne und wenn ja, wie und warum (Teil III)? Fokussieren ältere Erwachsene stärker auf den Prozess als jüngere Erwachsene, die dafür starker auf die angestrebten Ergebnisse fokussieren (Teil IV)? Regulieren ältere Erwachsene erfolgreicher ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Gedanken im Dienste der Zielverfolgung als jüngere Erwachsene, insbesondere nachdem sie einen Misserfolg erlebt haben (Part V)? Erwartungskonform zeigen die Studien im Rahmen der Dissertation, dass ein Prozessfokus, nicht jedoch ein Ergebnisfokus, positiv mit der affektiven, kognitiven und behavioralen Selbstregulation während der Zielverfolgung zusammenhängt. Auch im Umgang mit Misserfolgen scheinen Erwachsene von einem stärkeren Prozessfokus zu profitieren. Verglichen mit jüngeren Erwachsenen, fokussieren ältere stärker auf den Prozess der Zielverfolgung als auf die angestrebten Ergebnisse. Die Adaptivität des Prozessfokus zeigte sich jedoch unabhängig vom Alter. Insgesamt erwiesen sich ältere Erwachsene als erfolgreicher darin, ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Gedanken während der Zielverfolgung und nach dem Erleben von Misserfolgen selbst zu regulieren. Schliesslich werden vorhandene Mängel der vorgestellten Studien und mögliche Implikationen der Arbeit für Motivationstheorien sowie das wissenschaftliche Studium der Selbstregulation im Verlauf des Erwachsenenalters diskutiert, ein Ausblick auf mögliche Folgestudien gegeben und Anwendungsmöglichkeiten der gefundenen Ergebnisse aufgezeigt.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Freund Alexandra M, Denissen J J A
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:English
Place of Publication:Zürich
Date:2011
Deposited On:08 Jan 2012 14:16
Last Modified:15 Apr 2021 14:14
Number of Pages:200
OA Status:Green

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