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Handlungsempfehlung zur Prävention und Behandlung des unerwartet schwierigen Atemwegs in der Kinderanästhesie


Weiss, M; Schmidt, J; Eich, C; Stelzner, J; Trieschmann, U; Müller-Lobeck, L; Philippi-Höhne, C; Becke, K; Jöhr, M; Strauss, J (2011). Handlungsempfehlung zur Prävention und Behandlung des unerwartet schwierigen Atemwegs in der Kinderanästhesie. Anästhesiologie und Intensivmedizin, 52(3):54-63.

Abstract

Kinder mit Hinweisen auf bzw. mit Vorliegen eines schwierigen Atemwegs müssen in Zentren anästhesiert werden, die über eine entsprechende personelle Expertise und apparative Infrastruktur verfügen. Besteht kein Anhalt für einen schwierigen Atemweg, lassen sich Kinder grundsätzlich mit der richtigen Technik mittels einer passenden Gesichtsmaske beatmen und direkt-laryngoskopisch intubieren. Sollten dennoch Atemwegsprobleme auftreten, so kommt es aufgrund der verminderten Sauerstoffreserven und des erhöhten Sauerstoffverbrauchs beim Kind sehr schnell zur Hypoxämie und in deren Folge zu einer lebensbedrohlichen Myokarddepression mit Bradykardie. Nebst einer Prävention solcher Situationen ist beim Auftreten von Schwierigkeiten bei der Maskenbeatmung ein rasches und strukturiertes Handeln erforderlich. Dazu gehören die Optimierung der Lagerung und der Gesichtsmaskenbeatmung, die Behandlung einer funktionellen Atemwegsobstruktion, der Ausschluss pharyngealer bzw. laryngealer Fremdkörper mittels direkter Laryngoskopie und Intubation und - falls letzteres nicht möglich - das Beatmen über eine Larynxmaske. Invasive Oxygenierungstechniken werden nach Durchführung der oben geschilderten Maßnahmen bei Kindern mit anamnestisch und in der Voruntersuchung unauffälligem Atemweg nicht benötigt. Bei unerwartet schwieriger direkt-laryngoskopischer Intubation haben die Oxygenierung und die Limitierung der Intubationsversuche sowie die Erwägung alternativer Intubationstechniken die höchste Priorität. Nebst Optimierung der Einsehbarkeit des Larynx mittels äußeren Drucks auf den Larynx (ggf. BURP) soll in einem ersten Schritt ein alternatives direkt- oder auch indirekt-laryngoskopisches Verfahren zur Anwendung kommen. In einem zweiten Schritt soll die Trachea fiberoptisch durch die LMA intubiert werden. Eine chirurgische Konio- oder Tracheotomie wird beim Kind ohne bekannte Atemwegsprobleme nicht nötig sein.

Abstract

Kinder mit Hinweisen auf bzw. mit Vorliegen eines schwierigen Atemwegs müssen in Zentren anästhesiert werden, die über eine entsprechende personelle Expertise und apparative Infrastruktur verfügen. Besteht kein Anhalt für einen schwierigen Atemweg, lassen sich Kinder grundsätzlich mit der richtigen Technik mittels einer passenden Gesichtsmaske beatmen und direkt-laryngoskopisch intubieren. Sollten dennoch Atemwegsprobleme auftreten, so kommt es aufgrund der verminderten Sauerstoffreserven und des erhöhten Sauerstoffverbrauchs beim Kind sehr schnell zur Hypoxämie und in deren Folge zu einer lebensbedrohlichen Myokarddepression mit Bradykardie. Nebst einer Prävention solcher Situationen ist beim Auftreten von Schwierigkeiten bei der Maskenbeatmung ein rasches und strukturiertes Handeln erforderlich. Dazu gehören die Optimierung der Lagerung und der Gesichtsmaskenbeatmung, die Behandlung einer funktionellen Atemwegsobstruktion, der Ausschluss pharyngealer bzw. laryngealer Fremdkörper mittels direkter Laryngoskopie und Intubation und - falls letzteres nicht möglich - das Beatmen über eine Larynxmaske. Invasive Oxygenierungstechniken werden nach Durchführung der oben geschilderten Maßnahmen bei Kindern mit anamnestisch und in der Voruntersuchung unauffälligem Atemweg nicht benötigt. Bei unerwartet schwieriger direkt-laryngoskopischer Intubation haben die Oxygenierung und die Limitierung der Intubationsversuche sowie die Erwägung alternativer Intubationstechniken die höchste Priorität. Nebst Optimierung der Einsehbarkeit des Larynx mittels äußeren Drucks auf den Larynx (ggf. BURP) soll in einem ersten Schritt ein alternatives direkt- oder auch indirekt-laryngoskopisches Verfahren zur Anwendung kommen. In einem zweiten Schritt soll die Trachea fiberoptisch durch die LMA intubiert werden. Eine chirurgische Konio- oder Tracheotomie wird beim Kind ohne bekannte Atemwegsprobleme nicht nötig sein.

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Item Type:Journal Article, not_refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Clinic for Surgery
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Critical Care and Intensive Care Medicine
Health Sciences > Anesthesiology and Pain Medicine
Language:German
Date:2011
Deposited On:23 Feb 2012 10:58
Last Modified:02 Aug 2021 20:18
Publisher:Aktiv Druck & Verlag
ISSN:0170-5334
OA Status:Closed
Official URL:http://www.ai-online.info/aionline/?wicket:interface=:3:1:::

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