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Selektive Lasertrabekuloplastik bei Patienten unter maximaler Lokaltherapie: eine retrospektive Analyse


Hirn, Cornelia; Töteberg-Harms, Marc; Bauer, Gregor; Jaggi, Gregor; Zehnder, Simon; Lindegger, Daniel; Funk, Jens (2012). Selektive Lasertrabekuloplastik bei Patienten unter maximaler Lokaltherapie: eine retrospektive Analyse. Spektrum der Augenheilkunde, 26(4):205-211.

Abstract

Hintergrund: Hauptziel der Glaukomtherapie ist nach wie vor die erfolgreiche Augendrucksenkung. Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die Wirksamkeit der selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) bei Patienten unter maximaler Augendruck senkender Therapie zu untersuchen. Besonderes Augenmerk wurde in der Analyse darauf gelegt, ob präoperativ bekannte Faktoren einen Einfluss auf den IOD-senkenden Effekt haben.
Material und Methode: Inkludiert wurden Patienten mit der Diagnose einer okulären Hypertension oder eines Offenwinkelglaukoms (primäres Offenwinkelglaukom, Pseudoexfoliationsglaukom, Pigmentdispersionsglaukom und Normaldruckglaukom), die im Zeitraum von 3/2008 bis 12/2010 aufgrund unzureichender Drucksenkung unter maximaler Lokaltherapie einer SLT unterzogen wurden und die einen Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 3 Monaten hatten. Die Datenanalyse erfolgte präoperativ, sowie einen Tag, einen Monat und drei Monate nach SLT und dann dreimonatlich bis zu 2,5 Jahre. Hauptmessparameter waren Ausmaß der IOD-Senkung sowie Erfolgsraten (³ 20 % Augendruck-Senkung). Eine Re-SLT wurde nicht als Misserfolg gewertet.
Resultate: Einhunderteinunddreißig Augen von 98 Patienten (58 Frauen, mittleres Alter 71,6 ± 11,2 Jahre, mittlerer Nachbeobachtungszeitraum 1,05 ± 0,67 Jahre) wurden inkludiert. Mittlerer Augendruck vor SLT war 19,6 ± 4,9 mmHg. Bis 1,75 Jahre nach SLT war der Augendruck stets signifikant reduziert (16,6 ± 3,6; p = 0,044). Bis 2 Jahre nach SLT hatten Patienten mit höherem Ausgangs-Augendruck eine signifikant stärkere Drucksenkung (R2  = 0,358; p = 0,009). Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Überlebensanalyse sowohl zwischen phaken bzw. pseudophaken Patienten als auch zwischen Patienten mit bzw. ohne Prostaglandintherapie (p = 0,671 und p = 0,994). Zwölf Augen hatten eine zweite SLT (mittlere Zeit bis zur Re-SLT 1,03 ± 0,55 Jahre). Fünfzehn Augen benötigten eine weitere Augendruck senkende Operation (mittlere Zeit bis zum Versagen der SLT 0,84 ± 0,52 Jahre).
Schlussfolgerung: SLT kann auch bei Patienten unter maximaler Lokaltherapie noch eine signifikante Drucksenkung bewirken, wobei das Ausmaß der Drucksenkung über die Zeit abnimmt. Die Augendruck senkende Wirkung ist bei Patienten mit höherem präoperativen Augendruck stärker ausgeprägt.

Abstract

Hintergrund: Hauptziel der Glaukomtherapie ist nach wie vor die erfolgreiche Augendrucksenkung. Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die Wirksamkeit der selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) bei Patienten unter maximaler Augendruck senkender Therapie zu untersuchen. Besonderes Augenmerk wurde in der Analyse darauf gelegt, ob präoperativ bekannte Faktoren einen Einfluss auf den IOD-senkenden Effekt haben.
Material und Methode: Inkludiert wurden Patienten mit der Diagnose einer okulären Hypertension oder eines Offenwinkelglaukoms (primäres Offenwinkelglaukom, Pseudoexfoliationsglaukom, Pigmentdispersionsglaukom und Normaldruckglaukom), die im Zeitraum von 3/2008 bis 12/2010 aufgrund unzureichender Drucksenkung unter maximaler Lokaltherapie einer SLT unterzogen wurden und die einen Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 3 Monaten hatten. Die Datenanalyse erfolgte präoperativ, sowie einen Tag, einen Monat und drei Monate nach SLT und dann dreimonatlich bis zu 2,5 Jahre. Hauptmessparameter waren Ausmaß der IOD-Senkung sowie Erfolgsraten (³ 20 % Augendruck-Senkung). Eine Re-SLT wurde nicht als Misserfolg gewertet.
Resultate: Einhunderteinunddreißig Augen von 98 Patienten (58 Frauen, mittleres Alter 71,6 ± 11,2 Jahre, mittlerer Nachbeobachtungszeitraum 1,05 ± 0,67 Jahre) wurden inkludiert. Mittlerer Augendruck vor SLT war 19,6 ± 4,9 mmHg. Bis 1,75 Jahre nach SLT war der Augendruck stets signifikant reduziert (16,6 ± 3,6; p = 0,044). Bis 2 Jahre nach SLT hatten Patienten mit höherem Ausgangs-Augendruck eine signifikant stärkere Drucksenkung (R2  = 0,358; p = 0,009). Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Überlebensanalyse sowohl zwischen phaken bzw. pseudophaken Patienten als auch zwischen Patienten mit bzw. ohne Prostaglandintherapie (p = 0,671 und p = 0,994). Zwölf Augen hatten eine zweite SLT (mittlere Zeit bis zur Re-SLT 1,03 ± 0,55 Jahre). Fünfzehn Augen benötigten eine weitere Augendruck senkende Operation (mittlere Zeit bis zum Versagen der SLT 0,84 ± 0,52 Jahre).
Schlussfolgerung: SLT kann auch bei Patienten unter maximaler Lokaltherapie noch eine signifikante Drucksenkung bewirken, wobei das Ausmaß der Drucksenkung über die Zeit abnimmt. Die Augendruck senkende Wirkung ist bei Patienten mit höherem präoperativen Augendruck stärker ausgeprägt.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Ophthalmology Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Ophthalmology
Language:German
Date:2012
Deposited On:16 Nov 2012 16:24
Last Modified:11 Mar 2020 23:56
Publisher:Springer
ISSN:0930-4282
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00717-012-0118-5
Related URLs:http://link.springer.com/journal/717 (Publisher)

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Language: German
Filetype: PDF (Nationallizenzen 142-005)
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