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The subjective side of cognition: on the development of non-cognitive variables influencing cognitive development across the adult lifespan


Mascherek, Anna Christine. The subjective side of cognition: on the development of non-cognitive variables influencing cognitive development across the adult lifespan. 2011, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die vier Studien, die in der vorliegenden Doktorarbeit vorgestellt werden, beschäftigen sich mit der übergreifenden Fragestellung wie und mithilfe welcher Prozesse Individuen ihre eigene kognitive Entwicklung managen, regulieren und aktiv beeinflussen. Zwei Aspekte wurden in der vorliegenden Arbeit genauer untersucht: Erstens wurde die Entwicklung von interindividuellen Unterschieden im Ausmaß in dem sich Individuen gezielt und bewusst intellektuell betätigen und somit ihre eigene kognitive Leistung beeinflussen näher untersucht. Zweitens wurde die Entwicklung von interindividuellen Unterschieden in der metakognitiven Fähigkeit die eigene kognitive Leistung einzuschätzen und der potentielle Einfluss dieses Prozesses auf die kognitive Entwicklung untersucht. Nach der fundierten Darstellung des theoretischen Hintergrundes in Kapitel 1, werden in Kapitel 2 die folgenden Fragen detaillierter adressiert: Gibt es Unterschiede in Typischem Intellektuellem Engagement zwischen jungen und älteren Erwachsenen? Ähneln diese Unterschiede bekannten Alterseffekten in theoretisch verwandten Konstrukten? (Studie 1). Wie entwickelt sich Typisches Intellektuelles Engagement über fünf Jahre im höheren Erwachsenenalter? (Studie 2). In Kapitel 3 wird die Genauigkeit von subjektiven Gedächtnisbeschwerden in einer Population von Individuen, für die das Management ihrer sich verringernden kognitiven Ressourcen entscheidend für ihre Funktionstüchtigkeit im Alltag sein mag, näher beleuchtet (Studie 3). In der untersuchten Population von ambulanten Gedächtnisklinikpatienten könnte die Genauigkeit von subjektiven Gedächtniseinschätzungen den Prozess darstellen, bei dem besondere Anstrengungen initiiert werden, die schlussendliche ein unauffälliges Funktionieren im Alltag zu gewährleisten. An sich hoch automatisierte Prozesse benötigen im Lichte abnehmender Ressourcen eventuell nun explizite Anstrengung und den gezielten Einsatz von Ressourcen. Aus diesem Grund sollten diese Prozesse in einer Gruppe ambulanter Patienten salienter und besser erfassbar sein. In Studie 4 wurde die Frage adressiert ob der Zusammenhang zwischen subjektiver und objektiver Gedächtnisleistung präziser erfasst werden kann, wenn das Ausmaß der gemeinsamen Veränderung über die Zeit analysiert wird. Die empirischen Ergebnisse aus Studie 1 und 2 zeigen substantielle interindividelle Unterschiede in Typischem Intellektuellem Engagement, die nicht mit etablierten Intelligenz- oder Persönlichkeitsmessinstrumenten abgebildet werden können. Studie 3 und 4 zeigen, dass subjektive kognitive Beschwerden stärker mit spezifischen kognitiven Domänen als mit globalen kognitiven Tests im Zusammenhang stehen. Zusätzlich ist der Zusammenhang zwischen subjektiven und objektiven Gedächtniseinschätzungen höher, wenn das Ausmaß der gemeinsamen Veränderung erhoben wird. Trotz allem bleibt der absolute Zusammenhang zwischen beiden Konstrukten nur moderat. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der vorliegenden Dissertation in eine übergreifende Diskussion integriert. Einschränkungen der durchgeführten Studien werden ebenso wie ihre theoretischen Implikationen diskutiert. Ideen für zukünftige Forschungsprojekte, die sich auf die funktionale Relevanz von kognitiven Funktionen, metakognitiven Fähigkeiten und Intellektuellem Engagement konzentrieren, werden diskutiert und vorgestellt.

ABSTRACT
The four studies summarized in the present thesis were conducted within the overarching framework of asking how and by which means individuals manage and influence their own cognitive development. Two aspects were addressed specifically: First, the development of individual differences in the extent to which individuals deliberately engage in cognitive activities and, hence, influence their own cognitive performance. Second, the development of individual differences in the metacognitive skill of subjectively estimating one's own cognitive performance and its potential influence on cognitive development. Following the elaboration of the theoretical background in chapter 1, in chapter 2, the following questions were addressed in detail: Are there age differences between young and old adults in Typical Intellectual Engagement? Are presumptive differences related to known age differences in related constructs? (Study 1). How does Typical Intellectual Engagement develop across five years in old age? Are there interindividual differences in the development of Typical Intellectual Engagement? (Study 2). Chapter 3 examines the accuracy of metacognitive subjective memory complaints in populations of individuals for whom the management of their lowered cognitive resources may be decisive for their everyday functioning (Study 3). In these populations of memory clinic outpatients the accuracy of complaints may be decisive to trigger extra-effort to ensure normal everyday functioning, because formerly highly automatized processes might then need deliberate effort and resource allocation. Due to that, the processes should be more salient in groups of outpatients and might, thus, be better assessable. In Study 4 the question whether the relation between subjective and objective cognitive performance is assessed more adequately by investigating commonalities in change was addressed. The empirical evidence of Studies 1 and 2 demonstrate substantial interindividual differences in Typical Intellectual Engagement that are not captured by ability measures or potentially related personality trait measures. Studies 3 and 4 reveal that cognitive complaints are more strongly related to specific cognitive domains than to global cognitive measures. Also, the relation between the constructs is higher when taking a change-oriented approach. However, overall, it remains moderate. In chapter 4, all findings are integrated in an overall discussion. Shortcomings of the present studies and theoretical implications are addressed. Suggestions for future research directions focusing on the functional relevance of cognitive abilities, metacognitve skills and intellectual engagement are made.

Abstract

Die vier Studien, die in der vorliegenden Doktorarbeit vorgestellt werden, beschäftigen sich mit der übergreifenden Fragestellung wie und mithilfe welcher Prozesse Individuen ihre eigene kognitive Entwicklung managen, regulieren und aktiv beeinflussen. Zwei Aspekte wurden in der vorliegenden Arbeit genauer untersucht: Erstens wurde die Entwicklung von interindividuellen Unterschieden im Ausmaß in dem sich Individuen gezielt und bewusst intellektuell betätigen und somit ihre eigene kognitive Leistung beeinflussen näher untersucht. Zweitens wurde die Entwicklung von interindividuellen Unterschieden in der metakognitiven Fähigkeit die eigene kognitive Leistung einzuschätzen und der potentielle Einfluss dieses Prozesses auf die kognitive Entwicklung untersucht. Nach der fundierten Darstellung des theoretischen Hintergrundes in Kapitel 1, werden in Kapitel 2 die folgenden Fragen detaillierter adressiert: Gibt es Unterschiede in Typischem Intellektuellem Engagement zwischen jungen und älteren Erwachsenen? Ähneln diese Unterschiede bekannten Alterseffekten in theoretisch verwandten Konstrukten? (Studie 1). Wie entwickelt sich Typisches Intellektuelles Engagement über fünf Jahre im höheren Erwachsenenalter? (Studie 2). In Kapitel 3 wird die Genauigkeit von subjektiven Gedächtnisbeschwerden in einer Population von Individuen, für die das Management ihrer sich verringernden kognitiven Ressourcen entscheidend für ihre Funktionstüchtigkeit im Alltag sein mag, näher beleuchtet (Studie 3). In der untersuchten Population von ambulanten Gedächtnisklinikpatienten könnte die Genauigkeit von subjektiven Gedächtniseinschätzungen den Prozess darstellen, bei dem besondere Anstrengungen initiiert werden, die schlussendliche ein unauffälliges Funktionieren im Alltag zu gewährleisten. An sich hoch automatisierte Prozesse benötigen im Lichte abnehmender Ressourcen eventuell nun explizite Anstrengung und den gezielten Einsatz von Ressourcen. Aus diesem Grund sollten diese Prozesse in einer Gruppe ambulanter Patienten salienter und besser erfassbar sein. In Studie 4 wurde die Frage adressiert ob der Zusammenhang zwischen subjektiver und objektiver Gedächtnisleistung präziser erfasst werden kann, wenn das Ausmaß der gemeinsamen Veränderung über die Zeit analysiert wird. Die empirischen Ergebnisse aus Studie 1 und 2 zeigen substantielle interindividelle Unterschiede in Typischem Intellektuellem Engagement, die nicht mit etablierten Intelligenz- oder Persönlichkeitsmessinstrumenten abgebildet werden können. Studie 3 und 4 zeigen, dass subjektive kognitive Beschwerden stärker mit spezifischen kognitiven Domänen als mit globalen kognitiven Tests im Zusammenhang stehen. Zusätzlich ist der Zusammenhang zwischen subjektiven und objektiven Gedächtniseinschätzungen höher, wenn das Ausmaß der gemeinsamen Veränderung erhoben wird. Trotz allem bleibt der absolute Zusammenhang zwischen beiden Konstrukten nur moderat. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der vorliegenden Dissertation in eine übergreifende Diskussion integriert. Einschränkungen der durchgeführten Studien werden ebenso wie ihre theoretischen Implikationen diskutiert. Ideen für zukünftige Forschungsprojekte, die sich auf die funktionale Relevanz von kognitiven Funktionen, metakognitiven Fähigkeiten und Intellektuellem Engagement konzentrieren, werden diskutiert und vorgestellt.

ABSTRACT
The four studies summarized in the present thesis were conducted within the overarching framework of asking how and by which means individuals manage and influence their own cognitive development. Two aspects were addressed specifically: First, the development of individual differences in the extent to which individuals deliberately engage in cognitive activities and, hence, influence their own cognitive performance. Second, the development of individual differences in the metacognitive skill of subjectively estimating one's own cognitive performance and its potential influence on cognitive development. Following the elaboration of the theoretical background in chapter 1, in chapter 2, the following questions were addressed in detail: Are there age differences between young and old adults in Typical Intellectual Engagement? Are presumptive differences related to known age differences in related constructs? (Study 1). How does Typical Intellectual Engagement develop across five years in old age? Are there interindividual differences in the development of Typical Intellectual Engagement? (Study 2). Chapter 3 examines the accuracy of metacognitive subjective memory complaints in populations of individuals for whom the management of their lowered cognitive resources may be decisive for their everyday functioning (Study 3). In these populations of memory clinic outpatients the accuracy of complaints may be decisive to trigger extra-effort to ensure normal everyday functioning, because formerly highly automatized processes might then need deliberate effort and resource allocation. Due to that, the processes should be more salient in groups of outpatients and might, thus, be better assessable. In Study 4 the question whether the relation between subjective and objective cognitive performance is assessed more adequately by investigating commonalities in change was addressed. The empirical evidence of Studies 1 and 2 demonstrate substantial interindividual differences in Typical Intellectual Engagement that are not captured by ability measures or potentially related personality trait measures. Studies 3 and 4 reveal that cognitive complaints are more strongly related to specific cognitive domains than to global cognitive measures. Also, the relation between the constructs is higher when taking a change-oriented approach. However, overall, it remains moderate. In chapter 4, all findings are integrated in an overall discussion. Shortcomings of the present studies and theoretical implications are addressed. Suggestions for future research directions focusing on the functional relevance of cognitive abilities, metacognitve skills and intellectual engagement are made.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Zimprich Daniel, Martin Mike
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:English
Place of Publication:Zürich
Date:2011
Deposited On:21 Nov 2012 15:38
Last Modified:04 May 2020 17:52
Number of Pages:155
OA Status:Green
Free access at:Related URL. An embargo period may apply.
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/permalink/f/5u2s2l/ebi01_prod007344709 (Library Catalogue)

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