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Teilnahmewahrscheinlichkeit und Stichprobenselektivität in altersvergleichenden Erhebungen


Lüdtke, Oliver; Tomasik, Martin J; Lang, Frieder R (2003). Teilnahmewahrscheinlichkeit und Stichprobenselektivität in altersvergleichenden Erhebungen. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 35(3):171-180.

Abstract

Die Gültigkeit altersvergleichender Querschnittanalysen in der Entwicklungspsychologie kann nicht nur durch eine Konfundierung von Alters- und Kohortenunterschieden, sondern auch durch selektive und altersspezifische Teilnahmewahrscheinlichkeiten eingeschränkt sein. Von 1531 nach einem Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogenen und anschließend kontaktierten jungen, mittelalten und alten Erwachsenen nahmen 1022 Personen (66,8 Prozent) an einem kurzen Telefoninterview und davon wiederum 480 (31,4 Prozent) Personen an einer intensiven zwei- bis dreistündigen psychologischen Befragung teil. Eine logistische Regressionsanalyse ergab, dass die Teilnahmewahrscheinlichkeit um so größer war, je jünger, gebildeter, beruflich besser gestellt und zufriedener die Personen waren. Bei alten Erwachsenen, die am Telefoninterview teilnahmen, zeigte sich ein höherer Einfluss der generellen Zufriedenheit auf die Teilnahmebereitschaft als bei jungen Erwachsenen. Auf der Grundlage des Maximum-Likelihood-Verfahrens wurde gezeigt, dass Selektivitätseffekte auf einen höheren Stichprobenausfall bei alten Erwachsenen zurückführbar sind. Es wird diskutiert, inwiefern altersdifferentielle Stichprobenselektivität zu einer Unterschätzung möglicher Altersunterschiede führen kann.

Abstract

Die Gültigkeit altersvergleichender Querschnittanalysen in der Entwicklungspsychologie kann nicht nur durch eine Konfundierung von Alters- und Kohortenunterschieden, sondern auch durch selektive und altersspezifische Teilnahmewahrscheinlichkeiten eingeschränkt sein. Von 1531 nach einem Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogenen und anschließend kontaktierten jungen, mittelalten und alten Erwachsenen nahmen 1022 Personen (66,8 Prozent) an einem kurzen Telefoninterview und davon wiederum 480 (31,4 Prozent) Personen an einer intensiven zwei- bis dreistündigen psychologischen Befragung teil. Eine logistische Regressionsanalyse ergab, dass die Teilnahmewahrscheinlichkeit um so größer war, je jünger, gebildeter, beruflich besser gestellt und zufriedener die Personen waren. Bei alten Erwachsenen, die am Telefoninterview teilnahmen, zeigte sich ein höherer Einfluss der generellen Zufriedenheit auf die Teilnahmebereitschaft als bei jungen Erwachsenen. Auf der Grundlage des Maximum-Likelihood-Verfahrens wurde gezeigt, dass Selektivitätseffekte auf einen höheren Stichprobenausfall bei alten Erwachsenen zurückführbar sind. Es wird diskutiert, inwiefern altersdifferentielle Stichprobenselektivität zu einer Unterschätzung möglicher Altersunterschiede führen kann.

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Other titles:Participation rate and sample selectivity in age-comparative cross-sectional designs
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Psychology
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Scopus Subject Areas:Social Sciences & Humanities > Education
Social Sciences & Humanities > Developmental and Educational Psychology
Language:German
Date:2003
Deposited On:23 Jul 2014 11:11
Last Modified:30 Jul 2020 14:04
Publisher:Hogrefe & Huber
ISSN:0049-8637
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1026//0049-8637.35.3.171

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