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"Petite Science" : außeruniversitäre Naturforschung in der Schweiz um 1900


Scheidegger, Tobias (2017). "Petite Science" : außeruniversitäre Naturforschung in der Schweiz um 1900. Göttingen: Wallstein Verlag.

Abstract

In der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts erfreute sich die Erforschung der lokalen Tier- und Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Diese Forschungen waren keine ausschließlich akademische Angelegenheit, sondern ebenso eine Freizeitbeschäftigung breiterer Bevölkerungskreise. Tobias Scheidegger charakterisiert diese damals florierende Wissensformation als »Petite Science«. Diese bildete trotz gelegentlicher Kooperationen mit Universitäten einen eigenständigen Modus der Naturgeschichte. Das Forschungsinteresse dieser »Petite Science« galt der Inventarisierung und Sammlung der lokalen Flora und Fauna. In den Hauptstädten ländlich geprägter Kantone ohne eigene Universität formierten sich um diese Forschungsziele lokale Wissensmilieus, deren institutionelle Stützen kantonale Naturforschervereine, Naturmuseen und Gymnasien bildeten. Fallstudien aus fünf Kleinstädten beschreiben diese Milieus und deren Forschungs- und Sammlungstätigkeiten. Beleuchtet werden auch die Lebenswelten der Lokalforscher sowie ihre spezifischen Raumpraktiken. Diese spielten eine wichtige Rolle in der Erfindung des Naturschutzes und der Konstruktion von »Heimat« um 1900 und sicherten der »Petite Science« gesellschaftliche Ausstrahlung bis weit ins 20. Jahrhundert.

Abstract

In der Schweiz des ausgehenden 19. Jahrhunderts erfreute sich die Erforschung der lokalen Tier- und Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Diese Forschungen waren keine ausschließlich akademische Angelegenheit, sondern ebenso eine Freizeitbeschäftigung breiterer Bevölkerungskreise. Tobias Scheidegger charakterisiert diese damals florierende Wissensformation als »Petite Science«. Diese bildete trotz gelegentlicher Kooperationen mit Universitäten einen eigenständigen Modus der Naturgeschichte. Das Forschungsinteresse dieser »Petite Science« galt der Inventarisierung und Sammlung der lokalen Flora und Fauna. In den Hauptstädten ländlich geprägter Kantone ohne eigene Universität formierten sich um diese Forschungsziele lokale Wissensmilieus, deren institutionelle Stützen kantonale Naturforschervereine, Naturmuseen und Gymnasien bildeten. Fallstudien aus fünf Kleinstädten beschreiben diese Milieus und deren Forschungs- und Sammlungstätigkeiten. Beleuchtet werden auch die Lebenswelten der Lokalforscher sowie ihre spezifischen Raumpraktiken. Diese spielten eine wichtige Rolle in der Erfindung des Naturschutzes und der Konstruktion von »Heimat« um 1900 und sicherten der »Petite Science« gesellschaftliche Ausstrahlung bis weit ins 20. Jahrhundert.

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Social Anthropology and Cultural Studies
Dewey Decimal Classification:790 Sports, games & entertainment
390 Customs, etiquette & folklore
300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:June 2017
Deposited On:31 Jan 2018 10:12
Last Modified:24 Sep 2019 23:01
Publisher:Wallstein Verlag
Number of Pages:707
ISBN:978-3-8353-1997-4
Additional Information:Dissertation, Universität Zürich, 2015 Referenten: Hengartner Thomas und Sarasin Philipp
OA Status:Green
Related URLs:http://www.wallstein-verlag.de/9783835319974-tobias-scheidegger-petite-science.html (Publisher)
https://www.recherche-portal.ch/ZAD:default_scope:ebi01_prod010901047 (Library Catalogue)

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